Holzfassade: künstliche Vergrauung – beschleunigt und gleichmäßig

Wie kann man selbst Holz vergrauen, damit eine Holzfassade schneller gleichmäßg grau wirkt? Zwei einfache Möglichkeiten zum Holz vergrauen bietet Natural: Die silbergraue Ölbeize und den Holzvergrauer.

Holz vergraut nach vielen Jahren
Holz natürlich vergraut
Vergrautes Holz hat seinen eigenen Charme. Der silbergraue Schimmer erzählt die Geschichte von Sonne und Regen. Die Natur gestaltet Holz. Die gleichmäßige silbergraue Patina entsteht über viele Jahre.
Lärchenholz vergraut mit den Jahren
Beginnende Vergrauung von Lärchenholz
Geduld ist nötig, bis eine Holzfassade vergraut. Große Dachüberstände und unterschiedliche Bewitterung hindern eine einheitliche, gleichmäßige Vergrauung. Gerade in der Anfangsphase des Vergrauens kann das schon ein wenig gewöhnungsbedürftig aussehen.

Wie die Vergrauung vorwegnehmen? Also die Fassade sofort gleichmäßiger erscheinen lassen? Oder den neuen Anbau an dem vergrauten Altbau angleichen?

Natural Naturfarben hat natürliche Lösungen für Bauherren, die wohl die Vergrauung wünschen, aber dennoch eine möglichst einheitliche silbergraue Farbe sehen wollen. Diese Optik nennt sich auch Greywood oder Weathering Stain.

Folgende Punkte halten wir fest in Sachen künstliche Vergrauung von Holzfassaden:

 Natürliche Vergrauung bei Lärche
Natürliche Vergrauung bei Lärche

1. Natürliche Vergrauung

Die beste Form der Vergrauung ist die natürliche. Jede chemische oder biologische Vorbehandlung kostet Geld und bringt auf Dauer nur den Vorteil, dass unbewitterte Stellen besser angeglichen sind.

2. Biologische Verfahren

Das einzige biologische Verfahren einer Vorvergrauung wurde in der Schweiz entwickelt und wird professionell von der Fa. ETS Röthlisberger SA angewendet. Es nennt sich „Biood“, bzw. „Ökograu“ oder „Ecogris“. Allerdings geht die Anwendung nur in der Vorfertigung auf den einzelnen Brettern.

3. Chemische Vergrauung

Bei der chemischen Vergrauung kann es zu einer Belastung für die umliegende Natur kommen. Das Holz verliert seinen Naturwert. Auch die Hydrophobierung oder jede chemische Beschichtung bauen sich mit der Zeit ab.

4. Vorvergrauung durch Naturharzöl (Weathering Stain)

Holzvergrauung mit Naturharzöl
Mit einem Naturharzöl wirkt die Fassade einheitlich grau

Wenn der Wunsch nach einer Fassade mit einem weitgehenden gleichmäßigen natürlichen Grauton erfüllt werden soll, dann bietet Natural Naturfarben die Holzlasur (= Naturharzöl) – Farbton „Silbergrau“ dafür an. Diese Holzlasur besteht aus Naturölen und Naturharzen. Die silbergraue Holzlasur „staubt“ ab und blättert nicht ab. Das Holz wird nicht chemisch belastet. Nach Jahren tritt durch Abwitterung die natürliche Vergrauung ein. Die Farbe ist so eingestellt, dass sie mit der natürlichen Vergrauung an den bewitterten Stellen harmoniert.

Die Holzlasur von Natural entspricht dem System Weathering Stain Coating, das in den USA schon seit vielen Jahren für eine Vorvergrauung eingesetzt wird.

5. Vorvergrauung durch Holzvergrauer

Holz vergraut mit Holzvergrauer
Holz vergrauen mit Holzvergrauer – eine Reaktionsbeize

Hölzer haben natürliche Inhaltsstoffe, die durch Einflüsse von Außen das Holz vergrauen lassen. So hat Lärche oder Eiche z.B. viel Gerbstoffe die mit Metalloxiden zu einem Grau reagieren. Oft sieh man solche Grauverfärbungen durch einen rostigen Nagel.
Diese Eigenschaft nutzt Natural mit dem Holzvergrauer auf der ganzen Fläche des Holzes. Da Hölzer unterschiedlich reagieren, wurde dem Holzvergrauer noch ein wenig Farbpigment beigefügt. Dabei handelt es sich nicht um einen Anstrich. Die Oberfläche des Holzes wird nicht beschichtet. Die Vergrauung findet im Holz statt.
Für besonders gerbstoffreiche Hölzer, wie z.B. Eiche und Lärche, gibt es den Converter von Natural. Hier werden nur die Tannine (Gerbstoffe) aktiviert. Diese reagieren so stark, dass es keine zusätzlichen Pigmente bedarf. Durch Mischen mit Wasser kann die Wirkung, und damit der Grauton verändert werden.

6. Gleichmäßige Vergrauung dauerhaft nicht möglich

Eine gleichmäßige Vergrauung gibt es nicht. Selbst wenn diese in der ersten Zeit annähernd verwirklicht worden ist. Die unterschiedliche Bewitterung wird dazu beitragen, dass es bald wieder zu Unterschieden an der Fassade kommt. Durch die Vorvergrauung werden aber auch die Stellen erreicht, die sonst gar kein Grau erfahren würden – z.B. bei großen Dachüberständen.

Ein großer Dachüberstand lässt ein Vergrauen nicht zu. Es braucht eine Vorvergrauung
Dachüberstand verhindert Vergrauung – deshalb ist ein Vorvergrauen sinnvoll

Hier eine Info über Boden- Deckelschalung – Es wird auch auf die Vergrauung von Boden-Deckelschalungen eingegangen.

Externe Links zum Thema Vergrauung von Holz:

Holzfragen – Thema Vergrauung

Grau und schlau – Holzforschung Austria – Pilotprojekt zur technischen Vergrauung von Holzoberflächen

Forschungsprojekt Greywood

Graue Holzfassaden – naturidentisch? – Eine Zusammenfassung zum Thema in der Zeitschrift Holzbau quadriga

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Kommentare

2 Kommentare zu „Holzfassade: künstliche Vergrauung – beschleunigt und gleichmäßig“

  1. Die Holzlasur Silbergrau ist genau das, was ich suche. Ich wollte Douglasienhölzer (Fassadenanwendung) damit streichen. Sollte das gehobelt oder sägerau sein? Wieviel Feuchtigkeit sollte es max haben, damit die Farbe hält?
    Vielen Dank im Voraus
    Hans

    1. Frank

      Die Douglasie sollte eine Feuchte unter 18% haben. Das ist nicht nur für die Holzlasur wichtig. Vor allem ist es wichtig wegen der Maßhaltigkeit nach der Montage. Die Farbe hält auf der gehobelten Oberfläche und auf der sägerauen. Die Optik ist natürlich eine andere. Bei sägerau verbleiben viel mehr Pigmente und somit wirkt das Grau kräftiger. Es braucht auch mehr Holzlasur für den einmaligen Anstrich als bei der Hobelware.

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