Holzfassade: künstliche Vergrauung – beschleunigt und gleichmäßig

Vergraute Holzfassaden haben ihren eigenen Charme. Wenn das Holz konstruktiv richtig verbaut wurde, dann braucht es über Jahrzehnte keinen weiteren Holzschutz. Allerdings braucht es Jahre, bis es zu einer gleichmäßigen silbergrauen Optik kommt. Große Dachüberstände und unterschiedliche Bewitterung hindern eine einheitliche, gleichmäßige Vergrauung.

Natural Naturfarben hat eine natürliche Lösung für Bauherren, die wohl die Vergrauung wünschen, aber dennoch eine möglichst einheitliche silbergraue Farbe sehen wollen. Diese Optik nennt sich auch Greywood oder Weathering Stain.

Folgende Punkte halten wir fest in Sachen künstliche Vergrauung von Holzfassaden:

1. Natürliche Vergrauung

 Natürliche Vergrauung bei Lärche
Natürliche Vergrauung bei Lärche

Die beste Form der Vergrauung ist die natürliche
Jede chemische oder biologische Vorbehandlung kostet Geld und bringt auf Dauer nur den Vorteil, dass unbewitterte Stellen besser angeglichen sind.

2. Biologische Verfahren
Das einzige biologische Verfahren einer Vorvergrauung wurde in der Schweiz entwickelt und wird professionell von der Fa. ETS Röthlisberger SA angewendet. Es nennt sich „Biood“, bzw. „Ökograu“ oder „Ecogris“. Allerdings geht die Anwendung nur in der Vorfertigung auf den einzelnen Brettern.

Bilder von biologischer Vergrauung

3. Gleichmäßige Vergrauung dauerhaft nicht möglich
Eine gleichmäßige Vergrauung gibt es nicht. Selbst wenn diese in der ersten Zeit annähernd verwirklicht worden ist, wird die unterschiedliche Bewitterung dazu beitragen, dass es bald zu großen Unterschieden an der Fassade kommt.

4. Chemische Vergrauung
Bei der chemischen Vergrauung kann es zu einer Belastung für die umliegende Natur kommen. Das Holz verliert seinen Naturwert. Auch die Hydrophobierung, bzw. jede chemische Beschichtung bauen sich mit der Zeit ab.

5. Vorvergrauung durch Ölbeize (Weathering Stain)
Wenn der Wunsch nach einer Fassade mit einem weitgehenden gleichmäßigen natürlichen Grauton erfüllt werden soll, dann bietet Natural Naturfarben die Holzlasur – Farbton „Silbergrau“ dafür an. Die Lasur besteht aus Naturölen und Naturharzen. Die silbergraue Lasur „staubt“ ab und blättert nicht ab. Das Holz wird nicht chemisch belastet. Nach Jahren tritt durch Abwitterung die natürliche Vergrauung ein. Dennoch wird auch hier die Bewitterung kein völlig gleichmäßiges Bild zulassen. Zumindest ist die Fassade auch dort grau, wo sonst über Jahre durch z.B. einen großzügigen Dachüberstand keinerlei Vergrauung stattfinden würde. Die Farbe ist so eingestellt, dass sie mit der natürlichen Vergrauung an den bewitterten Stellen harmoniert.

Die Holzlasur von Natural entspricht dem System Weathering Stain Coating, das in den USA schon seit vielen Jahren für eine Vorvergrauung eingesetzt wird.

Links zum Thema Vergrauung von Holz:

Holzfragen – Thema Vergrauung

Lignum – Holzwirtschaft Schweiz – Dachorganisation der Schweizer Wald- und Holzwirtschaft. Hier wird dargelegt, dass eine Dünnschichtlasur mit Graupigmenten für den Privatanwender immer noch die einfachste und kostengünstigste Variante ist. Die Holzlasur Silbergrau von Natural Naturfarben entspricht exakt dieser Empfehlung – mit Rohstoffen aus der Natur.

Grau und schlau – Holzforschung Austria – Pilotprojekt zur technischen Vergrauung von Holzoberflächen

Forschungsprojekt Greywood

Graue Holzfassaden – naturidentisch? – Eine Zusammenfassung zum Thema in der Zeitschrift Holzbau quadriga

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Kommentare

2 Kommentare zu „Holzfassade: künstliche Vergrauung – beschleunigt und gleichmäßig“

  1. Die Holzlasur Silbergrau ist genau das, was ich suche. Ich wollte Douglasienhölzer (Fassadenanwendung) damit streichen. Sollte das gehobelt oder sägerau sein? Wieviel Feuchtigkeit sollte es max haben, damit die Farbe hält?
    Vielen Dank im Voraus
    Hans

    1. Frank

      Die Douglasie sollte eine Feuchte unter 18% haben. Das ist nicht nur für die Holzlasur wichtig. Vor allem ist es wichtig wegen der Maßhaltigkeit nach der Montage. Die Farbe hält auf der gehobelten Oberfläche und auf der sägerauen. Die Optik ist natürlich eine andere. Bei sägerau verbleiben viel mehr Pigmente und somit wirkt das Grau kräftiger. Es braucht auch mehr Holzlasur für den einmaligen Anstrich als bei der Hobelware.

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