Zuviel geölt – klebrige Oberfläche

Es kommt immer wieder vor, dass doch zuviel Holzöl auf der Oberfläche stehen gelassen wird. Der Holzboden ist dann überölt und klebt. Bei den Grundregeln für das Ölen wurde schon auf das Thema eingegangen.

Oft übersieht man jedoch einzelne Stellen oder bei Hobeldielen drückt es kapillar aus den Fugen oder Astlöchern das Holzöl wieder auf die Oberfläche. Wenn die Holzoberfläche sich klebrig anfühlt, bei Parkettböden es einem „die Socken auszieht“, dann ist dieser Überstand von Parkettöl nicht ausreichend mit gut saugenden Lappen abgenommen worden. Dabei sollte ein natürliches Öl gar keine Schicht auf dem Holzboden erzeugen. Der Schutz ist im Holz nicht auf dem Holz.

Was tun, wenn es doch passiert ist? Die hier genannten Möglichkeiten steigern sich von sanfter Lösung bis zum radikalen Schritt:

Erste Möglichkeit, klebriges Öl abzunehmen:

Wenn der Ölauftrag noch nicht zu lange trocknen konnte, dann besteht die Möglichkeit das gleiche Holzöl oder das recht dünn eingestellte Pflegewachsöl auf die betroffenen Stellen aufzubringen, ca. 10 Minuten einziehen lassen und dann mit einem fuselfreiem Tuch abpolieren. Wenn technisch möglich, anschließend noch mit einem frischen weißen Polish-Pad die Stellen polieren. Das frische Öl ist durchaus in der Lage das etwas abgebundene Öl anzulösen. Ein Versuch ist es wert. Große Flächen lassen sich so aber nicht bearbeiten.Pflanzenölseife von Natural Naturfarben

Zweite Möglichkeit, klebriges Öl abzunehmen:

Wenn es nur ein ganz klein wenig klebrig ist und die Oberfläche sonst sehr gleichmäßig wirkt, dann kann man das Holzöl auch 14 Tage lang durchtrocknen lassen und anschließend mit der Pflanzenölseife und einem Microfaser-Mopp (nur bei dieser Anwendung!) den Boden reinigen.

Dritte Möglichkeit, klebriges Öl abzunehmen:

Das gleiche Holzöl oder das Pflegewachsöl mit der grünen Rückseite von dem Pflegeschwamm auf die betroffenen Stellen einreiben. Anschließend mit Lappen abpolieren. Bei großem Druck und/oder weichem Holz könnte es sein, dass die Holzmaserung dadurch strukturiert wird.Pflegeschwamm von Natural Naturfarben

Vierte Möglichkeit, klebriges Öl abzunehmen:

Bei geschlossenen Oberflächen ohne Fugen und und bei feinporigen Hölzern (Ahorn, Buche, etc.) kann man das gleiche Holzöl noch einmal dünn aufbringen und nass einschleifen. Als Schleifpapier oder Schleifgitter nimmt man die nächst höhere Körnung mit der man den letzten Schliff ausgeführt hat. Spätestens nach 20 Minuten muss aber der Überstand dann mit gut saugenden Lappen abgenommen werden – so, wie wenn man die Oberfläche trocken wischen wollte. Bei Fugen und bei grobporigen Hölzern (z.B. Eiche, Esche) könnte es sein, dass der entstehende Überstand aus Öl und Holzstaub diese unregelmäßig zuschmiert, was dann nicht so gefällt.

Orangenschalenöl reinigt bei zuviel geöltem Holz
Orangenschalenöl reinigt bei zuviel geöltem Holz

Fünfte Möglichkeit, klebriges Öl abzunehmen:

Auf die klebrigen Stellen wird Orangenschalenöl aufgetragen. Nach kurzem Einziehen wird mit einem kräftigen grünen Pad auf der Einscheiben-Poliermaschine das überstehende Öl abpoliert. Bei kleinen Flächen kann man mit der grünen Seite von dem Pflegeschwamm auch mit der Hand arbeiten. Ein evtl. noch verbleibender Ölabrieb wird mit gut saugenden Lappen abgenommen. Nach 24 Stunden Wartezeit wird mit einem Lappen, oder bei großen Flächen mit der Einscheibenmaschine und weißem Polierpad, noch einmal tropfenweise Holzöl aufpoliert. Wichtig ist ein gutes Lüften bei der Arbeit.

Die Tücher und Pads muss man im Freien ausgebreitet trocknen lassen, sonst besteht Selbstentzündungsgefahr.

Sollten auf der Oberfläche unregelmäßige Flecken sein, dann unter dem Hinweis: Flecken auf der Holzoberfläche nachschauen.

Beispiel für zu viel Bodenöl auf dem Parkett

Hier wurde ein Parkettboden mit Bodenöl nicht nur eingelassen – es wurde einfach zuviel an Bodenöl aufgetragen. Das Ergebnis sieht erst einmal schön glänzend aus. Aber das Öl klebt und der Holzboden kann nicht durchtrocknen. Ein geölter Boden wirkt in der Optik eher stumpf als glänzend. Glanz ist bei der Grundölung nicht möglich. Es ist ein deutliches Zeichen, dass zuviel an Parkettöl aufgetragen wurde.

Zuviel an Bodenöl aufgetragen - das Parkett glänzt - klebt aber auch.
Schöner Glanz – aber klebrig. Auf dem Parkett wurde zuviel Bodenöl aufgetragen und nicht mehr abgenommen.

Mit Orangenschalenöl und dem grünen Pad oder dem Pflegeschwamm wird das zu viel aufgetragene Parkettöl (= „Überstand“) abgetragen. Anschließend wird tropfenweise Pflegewachsöl mit dem weißen Pad als Finish aufpoliert.

Klebriges Parkettöl wird mit Orangenschalenöl entfernt
Mit Orangenschalenöl und einem grünen Pad oder dem Pflegeschwamm kann klebriges Parkettöl von dem Holzboden entfernt werden.

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Kommentare

140 Kommentare zu „Zuviel geölt – klebrige Oberfläche“

  1. Frank

    Hier hilft nur die fünfte Möglichkeit mit dem Orangenschalenöl. Bitte oben die Variante lesen. Bitte die gute Durchlüftung bei den Arbeiten beachten. Das Auftragen geht gut mit einer Sprühflasche. Dabei immer nur stückweise arbeiten – also nicht zu große Flächen mit dem Orangenschalenöl einsprühen – kurz einwirken lassen und abpolieren.
    Wenn von dem Öl noch übrig ist, dann am Folgetag etwas davon aufsprühen und mit weisem Pad auspolieren. Maximal ca. 5ml / m² verwenden.
    Sollte das Öl zu sehr riechen, dann alternativ das Pflegewachsöl verwenden.

  2. Auch wir haben nun das Ölproblem. Haben gestern auf Bucheparkett nach 13 Jahren erstmals Fußbodenhartöl aufgetragen. In zwei Gängen mit ca. 1Std. Abstand. Nach ca. 0,5 Std. haben wir mit Lappen aufgewischt. Wohl nicht genug, oder die Lappen haben nicht gut gesaugt. Wir haben nun eine glänzende Oberfläche, teilweise auch mit Schlieren vom Wischen.
    Kann man direkt noch was machen, oder sollen wir nach Tagen auch das Orangenschalenöl anwenden?

    1. Frank

      Ohne das Produkt genau zu kennen, frage ich mich, weiweit die Wartezeit von einer Stunde zwischen den beiden Aufträgen nicht zu viel war. Vermutlich war der erste Auftrag schon leicht verharzt und hat dann ein weiteres Einziehen des Öles verhindert.
      Glänzt die Oberfläche nur – oder klebt sie auch? Es gibt ja auch Öle die als Schicht durchhärten können.
      Wenn die Oberfläche klebrig ist, dann braucht es die Behandlung mit dem Orangenschalenöl wie unter Punkt Fünf beschrieben.

  3. Das aufgetragene Öl ist Fussboden-Hartöl der Marke Clou.
    Kleben tut die Oberfläche nicht, sie ist hart. Jedoch glänzt sie, aber halt nicht gleichmäßig.
    War vorher ein schönes BucheParkett Natura-V, geölt.
    Muss man das abschleifen?
    Wenn ja, wie. Es ist lose verlegt (click).

    1. Frank

      Wenn das hart ist und nur glänzt, dann würde ich alles mit einem 280er Schleifvlies auf der Einscheibenmaschine gleichmäßig mattieren. Anschließend von dem Öl maximal 5ml/m2 (mit Sprühflasche auftragen) und mit beigen Pad vertreiben.
      Dann wird die Oberfläche gleichmäßiger. Wenn Du keinen Glanz willst, dann ein Öl nehmen, dass matt austrocknet – bei Natural Naturfarben wäre es das TEC-Oil.

  4. jeannette h.

    Mein Lebensgefährte hat das Öl aufgetragen, poliert (rotes pad) und das Öl dann nicht aufgenommen. Nun haben wir überall so Klebereste (sieht aus wie uhu oder pattex). Ist schon 2 wochen her. Nun haben wir versucht, neues Öl mit einem Lappen dünn aufzutragen um eine Verbindung zu kriegen und es wegzupolieren. Funktioniert auch nicht. Bin am verzweifeln:-( . Es handelt sich um eine lärche von 1956.
    Der ganze boden klebt und es sieht auch nicht schön aus. Wäre dankbar für jeden tipp.

    1. Frank

      Hier hilft nur die Variante mit dem Orangenschalenöl (Fünfte Möglichkeit). Am Einfachsten geht es mit einer Einscheibenpoliermaschine. Das Orangenschalenöl mit einer Sprühflasche ca. 1 – 2m“ auftragen und dann mit grünem Pad auspolieren. So den ganzen Boden bearbeiten. Evtl. Überstände mit Lappen wegwischen.

    1. Frank

      Die nötige Menge an Orangenschalenöl wird von der Dicke der Überölung bestimmt. In der Regel sollten ca. 30ml/m² im Auftrag mit der Sprühflasche ausreichen. Dabei werden nur kleine Flächen besprüht – kurz einwirken lassen (ca. 1 – 2 Minuten) und mit groben Pad auspolieren.
      Bei 55m² sollten also maximal zwei Liter Orangenschalenöl ausreichen. Während der Arbeiten gut lüften.

  5. Hallo Frank,
    ich hoffe auch auf Deinen Rat und wäre für einen Tipp sehr dankbar!
    Folgendes Problem, ich habe eine unbehandelte Eichenplatte mit „Clou Arbeitsplatten-ÖL“ zwei Mal geölt, jedoch beim zweiten Mal das Öl nicht genug abgenommen. Nun ist die Platte leicht klebrig und vor allem rau.
    Muss ich da mit etwas Aggresivem ran oder meinst Du, dass es auch mit einem weißen Polierpad klappen könnte? Es ist aber nun schon 5 Tage her..
    Und könnte man auch die grüne Seite eines normalen Küchenschwamms probieren?
    1000 Dank im Voraus! LG Nina

    1. Frank

      Das klebrige Öl lässt sich mit dem Orangenschalenöl lösen und abnehmen. Also nach der „fünften Möglichkeit“ in dem Beitrag arbeiten. Zusätzlich würde ich nach dem Entfernen von dem klebrigen Öl die Oberfläche mit einem Schleifvlies glätten. Erst dann noch ein paar Tropfen von dem Arbeitsplattenöl aufgeben und mit einem Lappen auspolieren.

  6. Wir haben unsere Eichen-Dielen vor 2 Tagen mit Hartöl behandelt (Hartöl ganz dünn aufgetragen – weniger als 0,75 Liter auf 50qm Fläche) und mit Baumwolltuch verteilt, vorher den Boden mit Parkettpflege gewischt), um das Holz zu pflegen und ihm etwas Gutes zu tun.
    Nun glänzt der Boden an einigen größeren Stellen (sieht teilweise aus wie mit Klarlack lackiert), obwohl er vorher matt war. Wir würden ihn gerne wieder so wie vorher haben.
    Was können wir hier tun?? Bringt Polieren etwas?

    1. Frank

      Glänzt der Boden nur an ein paar Stellen oder ist er auch klebrig? Wenn er nur glänzt, dann würde ich mit einer einer Seife ohne nachpflegende Stoffe (bei uns Intensivreiniger) und Mikrofasermopp durchwischen.

      Welches Öl wurde verwendet und welche Parkettpflege? Manche Mittel für Parkettpflege beinhalten Wachsanteile. Diese verhindern, dass das Öl dann in das Holz einziehen kann.

  7. Der Boden glänzt primär, aber manche Stellen sind auch ein wenig klebrig.
    Wir haben den Boden erst feucht gewischt mit Zekol Boden Reiniger für Parkett (enthält Carnauba-Wachs).
    Nachdem der Boden trocken war, haben wir Bondex Hart-Öl mit einem Baumwolltuch aufgetragen.
    Wir würden nun einmal versuchen, die lackartige Schicht mit Mellerud Grundreiniger und dem gelb-grünen Schwamm von euch wieder ab zu bekommen. Hast du sonst noch einen anderen Tipp?

  8. Ich habe Kirscheleimholz mit dem H2 Möbelöl behandelt. 240er Schliff mit Exenterschleifer, dann satte Aufträge innerhalb 30 min, dann mit Zewa Tüchern ordentlich abgewischt. Nach 24h war die Oberfläche sehr rau (was mich überrascht hat), also habe ich wieder geschliffen, 240er und 320er, dabei viel auf, dass sich das Schleifpapier sofort zugesetzt hat. Nach dem Schliff ist die Oberfläche wieder glatt, sieht auch ganz gut aus, klebt aber etwas. Vom Polieren mit einem weißen Wollpad wird es eher etwas schlimmer. In dem Arbeitsraum sind es ca. 12 Grad, aber trocken. Das Öl habe ich am Freitag aufgebracht. Was meinst du, ist zu viel Öl drauf? Soll ich erst mal noch ein paar Tage warten? Soll ich das Holz besser in einem warmen Raum lagern? Auch wenn es nur wenig klebt, so möchte ich es nicht lassen.
    Danke für einen guten Tip!

    1. Frank

      Die zugesetzten Schleifscheiben kommen von dem noch nicht ausgetrocknetem Öl. 12 Grad ist auch ein wenig kalt, was die Trocknungszeit verzögert. Wenn der Zustand gefällt, dann würde ich einfach noch ein paar Tage warten. Sollte es dann immer noch klebrig sein, einfach etwas TEC-Oil aufpolieren. Dieses Öl füllt die Poren, trocknet matt, und trocknet dann auch tatsächlich durch.
      30 Minuten waren evtl. etwas zu lang. Die offene Zeit von den wasserbasierten Ölen sehe ich eher bei 20 Minuten. Das Wasser als Lösemittel ist auch der Grund von dem Quellverhalten (raue Oberfläche). Die Fasern stellen sich auf. Deshalb braucht es nach der Grundölung und vor dem Finish noch einen Zwischenschliff.

  9. Vor 3 Monaten bezogen wir eine neue Wohnung, der Parkettboden im Schlafzimmer hat einen beißenden öligen Geruch, das Zimmer ist nicht zu benützen. Der Vormieter schweigt sich aus, dem Vermieter tuts nur leid. Beim Wischen perlt das Wasser. Womit und wie kann der Boden gereinigt werden, Das Öl entfernt werden?

    1. Frank

      Hier würde ich zuerst mit dem Intensivreiniger 1:2 mit Wasser verdünnt den Boden abschrubben. Es geht ja nicht um ein „zuviel geölt“ sondern mehr darum, den Boden wieder zu entölen, weil der Geruch nicht passt. Nach drei Monaten muss da Ruhe sein. Ich würde aber auch noch einmal kritisch alles durchdenken. Evtl. ist es gar nicht das Öl, sondern ein Feuchteschaden mit Schimmelsporen oder Formaldehydabspaltung von Billigmöbeln, etc.

      Sollte der Intensivreiniger nicht ausreichen, dann mit dem Holzauffrischer Antigrau arbeiten. Das Orangenschalenöl würde ich in diesem Fall nicht verwenden, da es ebenfalls einen Eigengeruch hat.

  10. Hilft die Variante 4, also das Orangenschalenöl auch dann, wenn der Boden schon vor ca 10 Jahren zu sehr geölt wurde?? Es handelt sich um Lärchenparkett mit sehr vielen dicken klebrigen Stellen.

    1. Frank

      Das Orangenschalenöl hilft auf alle Fälle – auch wenn der Boden schon so lange klebt. Bei Lärchenparkett kann es sein, dass es gar nicht an dem Öl liegt. Lärche hat viel eigenes Harz. Das Lärchenharz „schwitzt“ oft zur Oberfläche aus und es entstehen klebrige Punkte oder Flächen.
      Das Orangenschalenöl nimmt die Verharzung weg.
      Anschließend etwas Pflegewachsöl aufpolieren.

  11. Ich habe vor einigen Wochen bereits eine Arbeitsplatte aus Fichtenholz mit Leinölfirnis eingeölt. Dabei ist leider beim letzten mal ein wenig zu viel stehen geblieben und ich habe nun eine klebrige Oberfläche. In dieser Zeit habe ich mit vielen Mittel versucht das überstehende Öl wieder ab zubekommen, jedoch hat es nie funktioniert. Auch mit Orangenschalenöl, allerdings von Biofair, hat es nicht funktioniert. Gibt es noch irgendeine Lösung für mein Problem? Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.

    1. Frank

      Reiner Leinölfirnis ist für eine Arbeitsplatte kein optimaler Schutz. Hinzu kommen nun die Probleme mit der Überölung. Das Orangenschalenöl muss funktionieren. Das Orangenschalenöl wird flächig aufgezogen, kurz (1 – 3 Minuten) einwirken lassen und dann mit dem grünen Pad oder grüner Rückseite von dem Pflegeschwamm den Überstand abreiben. Sollte die Platte groß sein, dann Stück für Stück arbeiten, damit das Öl nicht zu rasch verdunstet. Während der Arbeit gut lüften.

  12. Ich habe unsere Eichenparkett mit Fxxx Pflegeöl behandelt. Das Öl war 3 Jahre alt und nicht mehr richtig flüssig. Ich hab gedacht das ich es schon irgendwie hin bringe. Ich hab auch nur auf 3 m² angefangen um zu sehen wie es wird. Nach dem Auftragen hab ich mehrfach mit frischen Lappen darüber gewischt um das Überschüssige Öl abzutragen. Aktuell glänzt der Boden noch sehr stark und ist noch leicht klebrig.

    Kann ich einfach 2 Wochen warten in der Hoffnung, dass alles noch einzieht und es nicht mehr klebrig sein wird? Oder sollte ich gleich etwas anderes probieren?

    1. Frank

      Das Öl ist offensichtlich durch die Lagerung zu fett für die Anwendung geworden. Vermutlich hat ist es schon leicht polymerisiert. Selbst mit einem Verdünner wird es dann eher experimentell als erfolgreich.
      Also lieber ein frisches kaufen. Bei Natural wäre es das Pflegewachsöl.

      1. Ich habe dasselbe Problem, allerdings auf 50m2, also zu altes Öl mit neuem gemischt grossfllächig aufgetragen. Das alte öl ist dann an der oberflächr ausgehärtet, also nicht eingezogen und glänzt fleckig. Was ist die beste Methode es wieder wegzukriegen? Wenn schleifen, mit Tellermaschine und mit welcher körnung? Danke

  13. Ich habe Probleme mit überschüssigem Leinöl und Schimmelbildung auf einem Mast aus Pitchpine.
    Ich habe diesen stets gut abgewischt – etwa je 20 Minuten. Trotzdem sickert nach mehrmonatiger Trockenzeit rohes Leinöl aus.
    Überlege entweder Leinöl Firnis oder Tonkinois als mehrlagige Deckungsschicht.
    Was tun?

    MfG Lars

    1. Frank

      Ich würde den Mast mit dem Intensivreiniger (1:2 mit Wasser vermischt) abschrubben, mit Wasser neutralisieren, trocknen lassen. Dann evtl. mit Schleifvlies die Oberfläche glätten und anschließend das Terrassenöl dünn auftragen.
      Leinölfirnis hat nicht genügend Widertandskraft. Das Tonkinois-Öl wäre mir zu deckend.

  14. Hallo Frank,
    wir haben uns eine Küchenarbeitsplatte aus stabverleimten Buchenholz gekauft und diese mit dem Arbeitsplattenöl von Woca behandelt. Aufgrund der bereits sehr glatten Oberfläche der Arbeitsplatte haben wir zu Beginn die Platte nur einmal nass abgewischt und mit einem 240 Schleifpapier die augestellten Faser abgeschliffen. Anschließend haben wir das Arbeitsplattenöl dünn aufgetragen und über 24 Std trocknen lassen. Sind dann anschließend – Platte war trocken und glatt – noch einmal mit dem feinen Schleifpapier drüber gegangen um auch die letzten Fasern abzuschleifen. Anschließend haben wir erneut das Arbeitsplattenöl aufgetragen, wobei ich vergessen habe das überschüssige Öl nach 20min mit einem Tuch abzunehmen. Die zweite Ölung ist mittlerweile 24 Std her und die Arbeitsplatte ist trocken, glänzt nun aber und ist stumpf beim Anfassen – sie klebt nicht, hat aber so ein Art „antirutsch“-Haptik. Wie werde ich diese stumpf Haptik und glänzende Optik wieder los?
    Muss ich der Platte einfach noch etwas mehr Zeit geben, da es die zweite Ölung ist?
    Sollte ich deine dritte Möglichkeit versuchen- Arbeitsplattenöl noch einmal dünn auftragen und mit der grünen Seite eines Schwamms das Öl wieder dünn abtragen – oder doch schon die Möglichkeit Nummer 5 mit dem Orangenschalenöl?
    Wenn ich zu dem Orangenschalenöl greife muss ich die Platte anschließend noch einmal mit einer dünnen Schicht des Arbeitsplattenöls behandeln, richtig?
    Vielen Dank dir schon einmal

    Grüße Daniel

    1. Hallo Daniel,
      ich habe leider genau das selbe Problem wie du und habe deinen Eintrag gerade entdeckt. Hast du dafür eine gute Lösung gefunden? Wenn ich das richtig sehe, gab es hier sonst keine Antwort auf deinen Post?
      danke und VG

      1. Frank

        Hallo Stefan,
        hier findest Du die Antwort wegen der „stumpfen Haptik“.
        Wenn bei diesen schichttrocknenden Ölen (mit Paraffinen und/oder Alkydharzen) nach 24 Stunden nur eine stumpfe Haptik vorhanden ist, dann kann es gut sein, dass nach ein paar Tagen alles gut trocken ist.
        Sonst eben mit 280er Schleifvlies abziehen und hauchdünn etwas Öl aufpolieren.

  15. Wir haben einen 4 Meter langen Eichentisch, den ich auch schon des Öfteren nachgeölt habe. Jedoch diese Mal habe ich vermutlich zu viel des Pflegeöls genommen und dann v.a. nicht gut genug abgenommen. Ich verwendete das TopOil High Solid von Osmo. Jeztz glänzt die Oberfläche der Tischplatte unregelmäßig und sieht eher schlecht lackiert aus. Sie ist nur an manchen Stellen leicht klebrig. Mit welcher Möglichkeit sollte ich versuchen, den Glanz bzw. das Öl zu entfernen? Das ganze ist ca. 3 Wochen her.
    Vielen Dank schon mal
    Grüße Karin
    Grüße Karin

    1. Frank

      Die modifizierten Öle und die Paraffine führen je nach Schichtdicke zu diesem Glanzeffekt. Das Kleben sollte eigentlich mit der Zeit aufhören.
      Am einfachsten wäre mit einem 280er Schleifvlies abziehen – also gleichmäßig mattieren und anschließend hauchdünn das TEC-Oil vertreiben (ca. 5ml/m²).
      Ich persönlich bin aber weniger ein Freund von so viel Schicht auf der Holzoberfläche. Das kommt dann schon einem Lack recht nahe.

  16. Danke für die schnelle Antwort auf meine gestrige Anfrage. Welches Öl empfiehlst du, dass es mit der Zeit eben nicht zu einer lackähnlichen Schicht auf dem Tisch kommt und die natürliche matte Holzoptik und Haptik erhalten bleibt? Das Öl sollte natürlich für einen Esstisch oder Arbeitsplatte unbedenklich sein. Wenn ich richtig verstanden habe bildet das TEC-Oil auch eine Schicht?
    Und kann ich den Tisch auch von Hand mit dem 280er Schleifvlies abziehen?
    Danke nochmal und Grüße Karin

    1. Frank

      Für die Grundölung würde ich nur lufttrocknende Naturöle verwenden, die ausschließlich im Holz und nicht auf dem Holz verbleiben. Bei uns ist es das klassische Möbelhartöl oder das fetter eingestelte Parkettöl-Fußbodenöl.
      Als Finish geht dann das schichttrocknende, matte TEC-Oil. Aber auch dieses verwenden wir nur als Porenfüller. Es wird auf sehr dünn vertrieben (ca. 5ml/m²).
      Bei einem 4m-Tisch wird die Fläche natürlich gleichmäßiger, wenn mit der Maschine gearbeitet wird. Aber mit der Hand geht das auch. Das 280er Schleifvlies ist nicht mit Schleifpapier zu vergleichen. Da wäre es vermutlich eine 600er Körnung.

  17. Hallo Frank , haben unsern nussbaum boden abschleifen lassen und mit woca boden öl behandelt. Uns ist der boden aber nun zu stumpf gibt es die möglichkeit in glänzender zu bekommen ?

    1. Frank

      Das gleiche Öl noch mal tropfenweise (z.B.in der Sprühflasche) mit weißen Pad auf der Einscheibenmaschine aufpolieren.
      Allerdings: Glanz bedeutet, dass die Poren von dem Holz gefüllt werden und eine gewisse Schicht auf der Oberfläche entsteht. Die Haptik von dem Holz geht verloren. Bei dunklen Hölzern (Nuss) wird sich im spiegelndem Licht jede mechanische Beanspruchung zeigen.

  18. Meine Freundin hat leider einen IKEA-Schreibtisch (massive Buche) geölt oder vorher zu schmirgeln. Natürlich klebt jetzt das Öl. Es konnte bereits 4 Tage trocknen. Ist es unbedenklich es jetzt einfach mit einer 120 Körnung runterzuschmirgeln ohne das ich eine besondere Art Lösungsmittel kaufen muss?

    1. Frank

      Natürlich kann man ohne Lösemittel mit Schleifpapier 120er Korn einen klebrigen Überstand abnehmen. Wobei das für eine fertige Oberfläche schon recht grob ist. Fragt sich nur, wie lange das Schleifpapier offen bleibt. In der Regel wird es rasch verkleben und es braucht viel Schleifmaterial. Hinzu kommt, dass nach dem Abschliff ein Feinschliff mit 180er Korn erfolgen muss. Ich würde bei Buche auch noch auf 220er Körnung gehen. Holzwürmer gehen sogar auf 320er.
      Insofern lohnt sich bei einer guten Oberfläche die Reinigung mit dem natürlichen Lösemittel Orangenschalenöl. Einen evtl. nötigen Feinschliff kann man dann immer noch vornehmen.

  19. Ich habe Eichenmöbel vom Dänischen Bettenlager und es mit dem Leinöl an manchen Stellen zu gut gemeint. Es hat sich eine klebrige, glänzend fleckige Schicht gebildet. Aufgetragen habe ich vor 5 Tagen. Sollte ich warten, bis alles fest ist und dann abschmirgeln oder kann ich jetzt etwas tun?
    Vielen Dank für Ihre Hilfe!

    1. Frank

      Diese glänzenden, klebrigen Stellen werden noch lange brauchen, bis sie trocken sind. Abschleifen ist schwierig, da das Schleifpapier bei der zähen Oberfläche schnell zu geht.
      Die schnelle und wirksame Lösung ist das Orangenschalenöl. Bei einem Massivholztisch kann auch mit einer kräftigen Seife die Überölung abgenommen werden. Bei Natural ist es der Intensivreiniger.

  20. Wir haben anscheinend auf unser neu verlegtes Eichenparkett zu viel Öl aufgetragen. Einige Stellen sind bin speckig glänzend. Es wurde ein Natüröl benutzt. Hilft hier das vorsichtige Behandeln mittels Orangenschalenöl? Bitte um Hilfe – wir verzweifeln! Ein Tischler riet und dazu nichts zu unternehmen… man würde alles eher schlimmer machen. Der glänzende Schleier würde sich mit der Zeit und einigen Gängen Wischen entfernen.

    1. Frank

      Wenn die Oberfläche speckig/glänzend ist aber nicht klebt, dann würde ich es mit einem Mikrofasertuch und dem Spezialreiniger versuchen und dem Rat von dem Tischler folgen.
      Wenn die Stellen aber klebrig oder leicht anhaftend sind, dann würde ich ein wenig Orangenschalenöl aufgeben und mit einem grünen Pad auspolieren.
      Sollte der Boden danach ungleich aussehen, dann mit einem 280er Schleifvlies auf der Einscheibenmaschine den ganzen Holzboden abziehen und das Pflegewachsöl mit Sprühflasche aufgeben (ca. 5ml/m²) und weißen Pad auspolieren.

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