Holz mit Naturöl schützen – Grundregeln für das Ölen

Bei Natural Naturfarben gibt es für unterschiedliche Hölzer und Anwendungen verschiedene Öle. Dabei gibt es Grundsätze die immer einzuhalten sind. Diese gelten für folgende Naturöle von Natural Naturfarben:

Wir schreiben hier von einem Holzboden. Das gleiche gilt aber auch für Möbeloberflächen, Arbeitsplatten, etc. – also immer, wenn Holz mit den o.g. Ölen behandelt wird. Es geht immer um Vollholz, bzw. Massivholz – bei furnierten Hölzern sollte das Furnier ausreichend dick sein, dass kein Kleber durch die Pressung auf die Oberfläche durchschlägt.

  1. guter Schleifaufbau
    also keine zu hohen Sprünge in der Schleif-Körnung und am Ende wenigstens ein 180er Schliff (entspricht dem 120er Schleifgitter)
  2. Holz mit Öl sättigen
    mehrfach in ca. 30-Minuten Abständen (bei harten, dichten Laubhölzern bis zu 40 Minuten) so lange Naturöl aufgeben, bis die Holzfaser kein Öl mehr in sich aufnimmt und es glänzend auf der Oberfläche bleibt.
  3. Überstand abnehmen
    30 / 40 Minuten nach dem letzten Auftrag alles – wirklich alles – was da auf der Oberfläche glänzt mit gut saugenden Lappen abwischen – so, wie wenn man den Dielenboden abtrocknen wollte. Es kann sein, das kapillar aus den Längsfugen oder Astrissen Öl nach oben gezogen ist und auf der Oberfläche glänzt. Auch diesen Überstand abnehmen. Dies ist kommt besonders bei nicht abgespachteltem Stäbchen-Massiv-Parkett und bei Hirnholzparkett vor. Von Vorteil ist ein abschließendes Polieren mit einem weißen Pad auf der Einscheibenpoliermaschine.
  4. Lappen und Pads im Freien ausgebreitet trocknen lassen – Gefahr der Selbstentzündung
  5. Nachbehandlung
    Nach 24 Stunden kann man noch einmal Öl dünn aufpolieren oder ein porenfüllendes Öl verwenden: Pflegewachsöl oder Finish-Öl. Natürlich kann auch für einen seidenmatten Glanz anschließend mit dem Antikwachs oder dem Fußbodenwachs behandelt werden.
  6. Nutzung des Bodens
    Nach 24 Stunden ist der Boden bedingt belastbar – ohne Schuhwerk oder nur mit Abdeckung nutzen und dann diese Abdeckung wieder abnehmen damit das Öl weiter durch Luftoxidation trocknen kann.
  7. Öl ohne Feuchtebelastung austrocknen lassen
    Nach 14 Tagen ist das Öl gänzlich ausgetrocknet und erst dann kann auch nebelfeucht gewischt und normal belastet werden.
  8. Holzboden regelmäßig pflegen – mit dem milden Spezialreiniger und nie mit Mikrofasertüchern sondern mit einem Baumwoll-Mopp.

Folgender Beiträge ergänzen das Thema:

Grundregeln für das Trocknen von Naturölen

Grundregeln für das Schleifen von Holz

Stichworte: Holzboden, Dielenboden, Parkettboden, Dielen, Massivholz, Vollholz, Hobeldielen, Dreischichtplatten, Sperrholz, Tischlerplatten, OSB-Platten,

Beitrag jetzt teilen:

Ähnliche Beiträge:

Kommentare

31 Kommentare zu „Holz mit Naturöl schützen – Grundregeln für das Ölen“

  1. Hallo,
    ich habe mit eurem Möbel Hartöl die Ahorn Platte unseres Tisches behandelt. Das hat soweit gut funktioniert. Aber ich fürchte ich habe an verschiedenen Stellen die Hartöl Reste nicht gut vor dem Aushärten entfernt. Zumindest ist die Oberfläche sehr unterschiedlich von matt bis zu glänzend.

    Wie kann man am besten die Ölreste entfernen ?
    Wie bekommt man am besten am Ende ein einheitlich glänzende Fläche hin ?
    Vielen Dank für jeden Tipp.

    1. Frank

      Mit der Grundölung erreicht man keine einheitliche, glänzende Fläche. Die Grundölung wird und soll immer stumpf bleiben. Das überstehende (überschüssige) Öl wird, wie im Beitrag beschrieben, mit gut saugenden Lappen abgenommen.
      Der Schutz duch das Holzöl ist im Holz nicht auf dem Holz.
      Etwas Glanz kann nur entstehen, wenn äußerst fein geschliffen wurde. In der Regel wirkt die Oberfläche aber stumpf.

      Wie kann man die Ölreste entfernen?
      Wenn die Oberfläche dennoch stellenweise durch einen Überstand glänzt, dann wird es an diesen Stellen auch leicht klebrig sein. Im folgenden Beitrag wird Schritt für Schritt erklärt, wie man diese Ölreste entfernen kann:
      Zuviel geölt – klebrige Oberfläche

      Wie bekommt man eine einheitlich glänzende Fläche hin?
      Frühestens 24 Stunden nach der Grundölung wird noch einmal etwas Öl als Finish aufpoliert. Das Finish-Öl kann als Schicht austrocknen. Je mehr man aufpoliert umso glänzender wird die Oberfläche. Die Füllstoffe sind Naturharze.
      Das Pflegewachsöl füllt die Poren mit Naturwachs. Dies ergibt einen seidenmatten Glanz.
      Finish-Öl führt zu einer glänzenden Holzoberfläche
      Hier ein Nussbaumtisch mit Finishöl nach der Grundölung.

  2. Ist diese Ölungs-Technik – also so lange ölen bis das Holz nichts mehr aufnimmt – auch sinnvoll im Außenbereich, wenn noch ein mehrmaliger Anstrich mit Holzlasur dazu kommt?

    1. Frank

      Das Sättigen der Holzfaser mit den lufttrocknenden Ölen ist im Außenbereich genauso möglich. Es werden jedoch andere Öle dafür verwendet. Die Holzlasur von Natural Naturfarben ist ein Naturharzöl. Auch mit dieses Naturharzöl zieht tief in das Holz ein und sättigt die Faser mit den Naturölen und Naturharzen. Es braucht also im Außenbereich kein Vorölen mit einem Holzöl. Die Holzlasur von Natural ist ein Holzöl – aber so aufbereitet, dass sie im Außenbereich einen guten Schutz gegen Sonne, Wind und Wetter bietet.

  3. Also ich muss doch mal meine Begeisterung über die Naturalfarben hier zum Ausdruck bringen:)
    Ich habe für ein Bücherregal/-schrank aus Massiv Fichte den Bienenwachsbalsam in Altweiss verwendet und er ist einfach super! Die Faserstruktur sollte sichtbar bleiben und die Oberfläche mattglänzend. Dazu habe ich bis 400 er geschliffen, genässt und nochmal geschliffen, 1x satt den Balsam aufgetragen und nach ca. einer Stunde die Oberfläche mit dem weissen Polierpad poliert. Auf ein Ölfinish mit Tec Oil hab ich dann doch verzichtet, da die Oberfläche dann wieder weniger weiss erschien. Und für ein Regal reicht der Balsam allein ja aus. Mit der Lasur für mehr Wetterfestigkeit gehtˋs genauso unproblematisch.
    Fazit: schnelle Trocknung, nichts riecht oder klebt und sieht gut aus!
    Ein zufriedener Kunde!

    1. Frank

      Vielen Dank für das spontane Lob! In diesem Thread wird gar nicht auf den Bienenwachsbalsam eingegangen, da es hier um das richtige Ölen geht. Aber klar doch: Der Bienenwachsbalsam Aqua eignet sich sehr gut für die farbliche Gestaltung. Ohne Öl auf Wasserbasis – und dennoch ein gutes Oberflächenfinish.

  4. Hallo, danke für die gute Anleitung! Andere Firmen massieren mit grünem Pad per Hand das Öl in den Boden ein um es zu verdichten. Ist das beim Natural Holzbodenöl auch zu empfehlen und wenn ja, macht man das erst nachdem der Boden gesättigt ist bevor man das überschüssige Öl abnimmt oder auch zwischen den einzelnen Ölaufträgen? In meinem Fall geht es um einen Fichte-Dielenboden.

    Danke im Voraus! LG Doris

    1. Frank

      Ein sogenanntes „Einpadden“ ist bei dem Parkettöl-Fußbodenöl von Natural nicht nötig. Die offene Zeit (ca. 40 Minuten) von dem Öl ist völlig ausreichend. Das Öl wird von der Faser kapillaraktiv aufgenommen. Durch das Reiben mit einem Pad wird da kaum ein Druck oder eine Temperatursteigerung erreicht, die diesen Vorgang beschleunigen könnte.
      Das überschüssige Öl wischt man rasch mit einem gut saugen Lappen weg. Anschließend poliert man die Oberfläche mit einem weißen Pad zu noch einmal ab, damit keine Überstände vergessen wurden.

  5. Danke für die Rückmeldung! Noch eine Frage zur Pflege der Arbeitsmaterialien: Wie kann ich die verwendeten Roller nach dem Ölen gut reinigen um sie wieder verwenden zu können? Danke!

    1. Frank

      Unmittelbar nach dem Ölen das Restöl gut aus dem Rollerbelag streichen und Flüssigseife aufträufeln. Die Seife gut einwalken und mit warmem Wasser ausspülen. Evlt. den Vorgang wiederholen. So kann man Pinsel und Roller lange einsetzen.

  6. Noch eine Frage: Ich habe als Finish eine Schicht Tec-Oil mit dem Roller aufgetragen – wird auch hier überschüssiges Öl abgenommen und evtl. mit weißem Pad poliert?

    1. Frank

      Ca. 10 Minuten nach dem Auftrag mit dem Roller würde ich mit einem Lappen die Oberfläche abziehen. Somit bleibt die Porenfüllung und evtl. ein geringer Film auf der Oberfläche. Mit einem weißen Pad auf einer Maschine abpolieren macht keinen Sinn. Das rasch trocknende Öl bremst das Pad aus.

    1. Frank

      Das Möbel-Hartöl wird die Maserung von dem Rosenholz voll zur Geltung bringen. Das Öl zieht sehr gut ein und gibt den nötigen Schutz in der Holzfaser. Die Haptik von der Holzoberfläche bleibt voll erhalten. Ich würde als zusätzlichen Schutz nach der Grundölung mit dem Möbelhartöl noch ein wenig TEC-Oil aufpolieren. Aber nicht als Schicht, sondern nur zur Porenfüllung.

  7. „Ist das Aufkleben von z.B. Aluprofilwinkeln auf ein mit Hartöl und anschließend mit Pflegewachsöl poliertem Zebranobrett möglich?

    Wenn ja, welchen Kleber sollte ich verwenden, Silicon, Acryl o.Ä. ?

    1. Frank

      Das Pflegewachsöl wirkt mit den Wachsanteilen wie ein Trennmittel. Ein sicherer Halt ist nicht gewährleistet. Optimal wäre eine Abdecken der Klebestellen vor dem Ölen.

  8. Ich habe einen unbehandelten Eichenholztisch mit dem Hartöl eines anderen Herstellers (der mit dem C und den 4 Buchstaben) behandelt. Mit 240er geschliffen, aufgetragen, halbe Stunde wirken lassen und gründlich abgetragen. Am nächsten Morgen (15Std bei 22°C getrocknet) war der Tisch leicht klebrig. Ich vermute, dass es sich aus den Poren gedrückt hat. Dann habe ich wieder Öl aufgetragen, mit einem 240er Schleifvlies eingeschliffen und direkt wieder abgenommen. Halbe Stunde später mit einem Baumwolltuch per Hand poliert. Dann noch weitere 2 x im Abstand von einer Stunden per Hand mit einem frischen Tuch poliert. In den Poren glänzt es weiterhin und ich vermute das Öl wird darin nicht abtrocknen.
    Was kann ich da tun? Kann ich mit dem Finish-Öl das ganze “versiegeln“?

    1. Frank

      Ich würde dem Öl noch etwas Zeit geben. Vermutlich härtet es noch gut aus. Wenn zwischendurch Öl glänzend aufquillt, dann dieses mit einem Lappen abpoliern.
      Das Finish-Öl ist ein schichttrocknendes, porenfüllendes (mit Naturharzen) Öl. Dünn aufgezogen würde dies tatsächlich durchtrocknen und den etwas klebrigen Zustand beenden. Aber: Je nachdem wie fett das Finish-Öl aufgetragen wurde, braucht dieses auch seine Zeit bis es trocken ist.

  9. Vielen Dank für die rasche Antwort.
    Das Finish-Öl würde ich dann noch zusätzlich auftragen.
    Ist das Weiße Polierpad nur für die Maschine geeignet, oder kann ich das auch per Hand benutzen und das Öl einpolieren?

    1. Frank

      Das weiße Pad würde ich nur für die Maschine verwenden. Dafür würde ich sogar eher das beige und nicht das weiße nehmen, da das weiße u.U. zu schnell auf durch das Antrocknen von dem Finish-Öl ausgebremst wird.
      Mit der Hand würde ich das Finishöl mit der gelben Kante von dem Pflegeschwamm dünn aufziehen und nach ca. 10 Minuten mit einem trockenen Lappen abpolieren.

  10. Ich habe einen Tisch aus Kernbuche – bereits geölt.
    Zusätzlich würde ich ihn zum besseren Schutz gegen Flecken noch gerne farblos lackieren, am besten ohne schleifen.
    Welches Produkt wäre geeignet?

    1. Frank

      Auf Öl kann problemlos der Naturharzlack von Natural verwendet werden. Der Lack ist eher ein dickerer Schichtauftrag. Bei einem Tisch würde ich zu einem dünnen Finishöl greifen, das die gleiche Wirkung hat.
      Das Finishöl trocknet glänzend aus – das TEC-Oil matt.

  11. Ich habe meinen Nussbaummassivtisch 3x mit Natural farblosem Parkettöl und dann einmal mit Natural Finishöl behandelt. Das ist etwa 2 Monate her.

    ich würde gerne die Oberfläche nochmal leicht abschmirgeln und nochmal behandeln, um die Oberfläche noch glatter zu bekommen.
    Welchen Auftrag empfehlen Sie? Einfach noch einmal Finishöl?

  12. Ich habe von einem Fussbodenservice meine zuvor mit Ochsenblut gestrichenen Kieferndielen schleifen lassen bis auf Korn 120. Es soll sich um „alte Schloßdielen“ handeln, die in der Mitte dunkler und am Rand wesentlich heller sind. Es ist ein Raum, der nicht stark bzw. ständig genutzt wird. Der Raum wird mit alten, relativ dunklen „Louis Phillippe“ Möbeln eingerichtet. Bitte teilen Sie mir mit, welches Öl in diesem Fall am besten dafür geeignet ist. Das Holz sollte nicht zu sehr dunkeln aber auch keinen direkten Weisston bekommen. Das Zimmer liegt nach Westen, so daß die Nachmittagssonne in diesen Raum kommt. Ist ein nochmaliges schleifen nach dem Ölen erforderlich? Bzw. kann ich das beschriebene polieren mit einem weißen Pad auch ohne Maschine ausführen; per Hand sozusagen?

    1. Frank

      Nach dem 120er Schliff mit der Walzenmaschine erfolgt normaler Weise noch ein Feinschliff mit einem 180er Korn. Das kann man mit einer Einscheibenmaschine und einem 120er Schleifgitter erreichen. Die Schleifgitter haben eine feinere Körnung als die Schleifpapiere.

      Nun gibt es verschieden Öle, die unterschiedlich anfeuern, bzw. das Holz mal dunkler mal heller wirken lassen.

      Hier ein Foto mit verschiedenen Ölen auf Kiefer:Kiefer hell ölen

      Teilen Sie mir einfach mit, welche Farbgebung Ihnen eher liegt und dann klären wir den weiteren Weg.

      Die Grundölung (also das Öl im Holz) ist auch händisch auf großen Flächen möglich. Das Finish mit Finishöl oder TEC-Oil (also Öle die Poren füllen und/oder sogar eine kleine Schicht geben) geht auf großen Flächen wesentlich schöner und gleichmäßiger mit einer Einscheibenpoliermaschine.

  13. Hallo,
    ich habe einige Fragen:
    Es geht um insgesamt etwas über 40m², je zur Hälfte Fichte und sibirische Lärche, massive 25mm Nut und Feder-Dielen (Schiffsboden) auf Polsterhölzern in einem Ferienhäuschen in den Bergen (unregelmässiges Heizen/Auskühlen, Nutzung durch die Mitglieder und Hunde mehrerer Familien ;-)).
    a) Ich hatte vor, den Boden mit Hartwachsöl einzulassen (O…), bin jetzt aber auf Ihr Parkett Öl gestoßen. Würden Sie mir das unter den genannten Vorzeichen empfehlen oder haben Sie einen anderen Vorschlag?

    Der Boden wurde frisch verlegt und der Tischler, der es machte und ihn auch schliff, hat mich soeben angerufen und gemeint, dass es da und dort kleine Spalten gebe (wir haben B-Qualität gewählt). Er hat mir empfohlen, nicht zu saugen, sondern nur zu kehren und dadurch die Spalten mit Schleifstaub aufzufüllen. Leider kann ich noch nicht sagen, um wie viele und wie große Spalten es sich handelt, da ich 3 Fahrstunden weg wohne – und eigentlich am Wochenende den Boden behandeln wollte…
    Was halten Sie grundsätzlich von diesem Vorschlag?
    Sollte es da oder dort einen losen Ast geben: Kann ich vor dem Ölen problemlos mit Holzkitt arbeiten?

    Ist vor einem Nachölen stark beanspruchter Stellen (der Lärchenboden wird stellenweise/manchmal auch mit Schuhen begangen werden) grundsätzlich ein Anschleifen erforderlich?

    1. Frank

      Parkettöl-Fußbodenöl für massive Holzdielen aus Lärche oder Fichte
      Hartwachsöle wirken mehr oberflächlich. Das Parkettöl-Fußbodenöl von Natural bietet den Schutz mehr im Holz als auf dem Holz. Wenn nach den Grundregeln für das Ölen die Sättigung der Holzfaser ordentlich angestrebt wird, dann erreichen Sie mit dem Öl einen sehr guten Tiefenschutz.
      Bei stark strapazierten Holzböden empfiehlt Natural anschließend als Finish das TEC-Oil. Diese Öl kann schichtbildend trocknen. Es wird nur sehr dünn aufgetragen und mit beigen Pad auspoliert. Somit werden die Poren mit Harze gefüllt und der Schutz optimiert.

      Fugen mit Schleifstaub füllen
      Die Längsfuge gehört zu dem Erscheinungsbild eines Holzdielenbodens. Sie verändert sich durch das Quell- und Schwindverhalten des Holzes. Wenn diese nun mit irgend etwas gefüllt wird, dann wird diese „Füllung“ durch die Bewegung der Dielen herausgedrückt, gestaucht, etc. Ich würde das nicht tun.
      Lose Äste werden entfernt und mit einem Forstnerbohrer das Loch so eingesenkt, dass ein Astlochdübel eingesetzt werden kann.
      Größere Risse bei festen Ästen kann man mit einer Mischung aus TEC-Oil und Schleifstaub abspachteln. Der Vorteil dabei ist, dass die Farbe dieses Spachtels zum Holz passt.

      Anschleifen bei Nachpflege erforderlich
      Ein Anschleifen ist nicht nötig. Bei starker Verschmutzung (Patina) braucht es nur die Grundreinigung mit dem Intensivreiniger. Anschließend kann wieder das TEC-Oil bei dem stark beanspruchten Boden aufgetragen werden. Normaler Weise verwenden wir für das Auffrischen das Pflegewachsöl.

  14. Für das Ölen einer massiven 5cm dicken Eichentischplatte hat man mir gesagt, dass ich mit 240 schleifen und danach die erste Ölung durchführen soll. Dann ein Zwischenschliff mit 320 und nochmal Ölen und dann ein Finishöl.

    Ist das wirklich notwendig? Bei dem Parkettöl würde auch ein Auftrag reichen oder? Was wäre besser?
    Viele Grüße Ben

    1. Frank

      Wenn unter „erste Ölung“ der Punkt 2 von unseren Grundregeln gemeint ist, dann kann man anschließend durchaus einen noch feineren Schliff anstreben. Wichtig ist, dass nicht nur einmal die Oberfläche benetzt wird, sondern bei der „ersten Ölung“ bereits die Sättigung der Holzfaser angestrebt wird. Also mehrfach spätestens alle 30 Minuten einen weiteren Auftrag – oder eben nach den letzten 30 Minuten den Überstand komplett wegnehmen (=Punkt 3).

      Bei Eiche wäre darauf zu achten, dass der Ölauftrag tatsächlich trocken ist uns somit durch den Zwischenschliff nicht die groben Poren verschmiert werden. Ich würde auch gründlich absaugen. Wer die Zeit für die Trocknung nicht hat, sollte lieber den feinen Schleifgang vor dem Ölen erledigen. Das Finishöl füllt dann noch die Poren und die Oberfläche wird genug glatt.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Zustimmung zur Datenspeicherung und -verarbeitung lt. DSGVO:
Das Kommentarformular speichert Ihren Name, Ihre E-Mail-Adresse und den Inhalt sowie eine anonymisierte IP-Adresse, um die Kommentare auf dieser Website verarbeiten zu können. Bitte entnehmen Sie weitere Infos unserer Datenschutzerklärung.

Naturfarben-News in Ihrem Posteingang

Erhalten Sie Aktions-Angebote, Veranstaltungstipps und Produktinfos zu Naturfarben in unserem E-Mail-Newsletter. – Kostenlos und Spam-frei!

Scroll to Top