Anfeuerung der Holzfarbe mit Hartöl

Bei der Verarbeitung von Hartöl kommt immer wieder der Begriff der Anfeuerung vor. Bei Natursteinen, Zementfliesen und Cotto wird auch von Nasseffekt gesprochen.

Hartöle
Bei Natural Naturfarben sind alle Naturöle Hartöle. Damit meint man speziell verkochte Leinöle, die durch Beigabe von andern Naturölen und Naturharzen eine noch höhere Widerstandskraft erreichen. Die Hartöle sind so eingestellt, dass sie relativ schnell aushärten.

Anfeuerung durch Ölen
Wenn solche Öle aufgetragen werden, dann ziehen sie gut in das offenporige Material ein – sei es Holz oder Stein. Ähnlich wie bei Wasser wirkt die Oberläche von der Farbe her, wie wenn sie von Feuchte durchdrungen wäre. Dabei kommt bei Holz die Maserung besser zur Geltung. Das Holz erhält eine Art Tiefenwirkung – man spricht auch von einer Brillanz. Die Eigenfarbe des Holzes wird verstärkt. Der Gesamteindruck ist durch das Anfeuern mehr oder weniger dunkler als im rohen Zustand.

Anfeuerung Hartöl auf Papier
Ein Tropfen Hartöl wird von der Papierfaser vollständig aufgenommen. Der Fleck wirkt transparent und lässt die darunter liegende Holzmaßerung erkennen.
Die Anfeuerung des Holzes entsteht durch die transparente Wirkung von Hartöl. Die Wirkung kann man sehr gut bei einem Tropfen Öl auf Papier sehen. An der Stelle kann man fast durch das Papier hindurchsehen. Genauso verhält es sich auch auf dem Holz.

Betonung der Holzmaserung
Die Holzmaserung besteht aus den Jahresringen des Holzes- dem Frühholz und Spätholz. Das helle Frühholz ist in seiner Struktur leichter und offenporiger. Das dunkle Spätholz dichter, fester und nicht so offen. Dadurch zieht das Hartöl unterschiedlich tief in das Holz ein. Das helle Frühholz wird transparenter. Die Farbe vom Spätholz wirkt dadurch noch kräftiger. Der Kontrast zwischen hell-dunkel verstärkt sich.

Anfeuerung durch Hartöl auf Kork
Anfeuerung auf Kork
Veränderung der Lichtbrechnung durch Ölauftrag
Wir alle sehen durch Licht. Licht trifft auf einen Gegenstand und spiegelt dessen Farbe wieder. Bei transparenten Oberflächen verändert sich aber die Lichtbrechung und dadurch auch die Farbwiedergabe. Das Auge schaut „tiefer“ und die Farben wirken kräftiger. Deshalb spricht man auch von „Tiefenwirkung“, von einem Beleben des Holzbildes oder gar von einer „leuchtenden Holzoberfläche“.

Unterschiedliche Anfeuerung
Dünne und langsam trocknende Hartöle können tiefer in die Holzfaser einziehen als dicke Öle oder solche die rasch fester werden. Je nach Einstellung des Hartöles wird also auch die Anfeuerung bei jedem Öl anders ausfallen. Naturöle werden aber immer einen lebendigen, warmen Farbton verstärken.

Vermeidung der Anfeuerung
Nicht immer ist die Anfeuerung des Holzes gewünscht. Besonders bei hellen Hölzern, wie Fichte, Ahorn, Esche oder Weißbuche kann es zu einem Gelbstich führen, bzw. bei den Stirnseiten zu einer höheren Dunklung als auf der Fläche. Natural Naturfarben bietet dafür bei den meisten Hartölen einen „UV-Blocker“ an. Es ist ein Weißpigment, das so abgestimmt ist, dass man es nicht auf der Oberfläche sieht – aber der Anfeuerung, bzw. der veränderten Lichtbrechung entgegenwirkt. Die Oberfläche wirkt dann auch etwas stumpfer, da die Transparenz nicht mehr so vorhanden ist.

Anfeuerung der Holzfarbe durch HartölAuf dem Bild sieht man die Hölzer Eiche, Lärche und Kastanie mit der Anfeuerung durch Hartöl, roh oder mit weißpigmentierten Öl. Diese Holztafel ist schon viele Jahre dem normalen Tageslicht ausgesetzt.

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Kommentare

87 Kommentare zu „Anfeuerung der Holzfarbe mit Hartöl“

  1. Hallo,
    nach wirklich langer Suche habe ich endlich gefunden, was ich gesucht habe. Ich kam erst zum Schluß auf die Idee, bei eBay zu schauen. Das mit dem „Anfeuern“ ist endlich mal richtig beschrieben und das sogar mit Bildbeispiel.
    In meiner Küche befinden sich noch alte Holzdielen (Kiefer?). Die lasse ich natürlich. Jetzt möchte ich diese Dielen in so einer Art Shabby/Vintage-Look haben. Ist gar nicht so einfach… es ist ja auch eine Küche! Momentan wird erstmal Vorgerrichtet (Elektrik, Maler, etc.) Ich werde die Dielen wohl nur „ganz liederlich“ mit einem Bandschleifer beschleifen (am wenigsten wie möglich mit 120 Körnung) und dann von Ihnen mit Natur/Hartwachsöl walzen.
    Auf alle merkt man bei dieser Seite, bei wem man bestellen wird. Also bis demnächst…

  2. Hallo, ich habe eine Frage zur „Anfeuerung“: Wie kann ich durch Öl / Wachs erreichen, dass eine Bucheoberfläche einer Kernbuche ähnlicher wird, d.h. die Masserung stärker zur Geltung kommt?Können Sie mir ein Produkt empfehlen? Vielen Dank,
    Christian G.

    1. Frank

      Die Zeichnung des Falschkerns der Kernbuche kann man nicht durch das Anfeuern einer normalen Buche erreichen.
      Wenn es farblich annähernd gelingen soll, dann wäre gut, wenn das normale Buchenholz gedämpft ist. Dann bekommt es durch die Behandlung mit dem farblosen Möbel-Hartöl eine bessere Anfeuerung. Ein Naturöl kann jedoch nur anfeuern, was an Maserung vorhanden ist. Ein ausgesuchtes Buchenholz ist nun mal wesentlich ruhiger als eine Kernbuche. Dies lässt sich durch das Ölen nicht ändern. Eine Behandlung mit Farbpigmenten würde ich nicht vornehmen wollen. Die Pigmentaufnahme bei Buche ist recht willkürlich.

    1. Frank

      Für Möbel, die nicht hoch beansprucht werden (keine Arbeitsplatte oder Esstisch) würden wir das Möbel-Hartöl von Natural verwenden. Das farblose Hartöl wird die Eigenfarbe der Wildeiche verstärken. Das Hartöl mit Weißpigment würde die Holzoberfläche stumpfer aussehen lassen und in der Farbe ungefähr so bleiben, wie im frisch geschliffenen Zustand. Wir würden Ihnen eher zu dem farblosen Möbel-Hartöl raten. Dieses lässt die rustikalen Holzstrukturen einer Wildeiche voll zur Geltung bringen.

      Das Möbel-Hartöl würde ich mit Pinsel, Rolle oder Schwamm rasch auf der Oberfläche verteilen. Nach ca. 30 Minuten noch einmal nach behandeln und nach weiteren 30 Minuten wird alles von der Oberfläche abgenommen, was nicht in das Holz eingezogen ist. Nach dem Sie mit einem Lappen diesen „Überstand“ abgenommen haben, polieren Sie noch einmal mit einem trockenem Tuch nach.

      Die mit Hartöl benetzten Tücher müssen ausgebreitet im Freien trocknen (Selbstentzündungsgefahr!).

      Sollten Sie sehr beanspruchte Oberflächen haben, dann arbeiten Sie nach der Anleitung für das Ölen.

      Als zusätzlicher Schutz können Sie das Finish-Öl dünn nach der 24-Stunden Wartezeit aufpolieren.

    1. Frank

      Wenn Fichtenholz etwas dunkler werden soll, dann kann es gut sein, dass schon die Anfeuerung mit einem farblosen Öl ausreicht. Je nach Anwendung kann dies das Möbel-Hartöl, das Parkettöl-Fußbodenöl oder die Holzlasur-Naturharzöl sein. Sollte dennoch etwas Pigment zur Abdunklung genommen werden, dann gehen die Holzlasuren in den Farben Distel oder Pinie recht gut – evtl. auch nur als Abtönung mit der farblosen Lasur gemischt. Profis verwenden auch das Pigmentöl von Natural und mischen ein wenig davon in die farblosen Ölen zu.

  3. Hallo, ich habe vom Vormieter eine Ikea-Küche mit Massivolz-Arbeitsplatte übernommen. Da sie ziemlich strapaziert ist werde ich sie nun abschleifen. Vom Vormieter wurde sie mit einem Öl behandelt, das den Farbton sehr stark ins Gelbliche gezogen hat. Ich möchte nach dem Abschleifen unbedingt den deutlich helleren, natürlichen Farbton erhalten, ich glaube es ist Buche. Kann ich dafür Hartöl mit Weißpigment nehmen oder würden Sie mir für eine Küchenarbeitsplatte etwas anderes empfehlen?
    Vielen Dank!

    1. Frank

      Hallo Nina,
      gut wäre zu wissen, welches Holz die Küche hat. Mit einem Foto an unsere Mailadresse lässt sich das feststellen.
      Grundsätzlich feuert das Möbel-Hartöl mit Weißpigment (= „UV-Blocker“) nicht so stark an wie das farblose Öl und es wird auf alle Fälle in den Jahren die weitere Vergilbung – Nachdunklung deutlich verzögern. Am besten hilft das Möbel-Hartöl mit UV-Blocker auf hellen Hölzern. Also Buche natur, Ahorn, Tanne, Kiefer, Fichte, Esche, etc.
      Auf dunklen Hölzern kann aber das Weißpigment wie ein Schleier sichtbar werden – vor allem, wenn der Schliff nicht fein genug ist.

      Wenn man gar keine Anfeuerung will, dann ist dies bei hellen Hölzern mit mehr Weißpigment im Öl möglich. Dafür verwendet Natural Naturfarben das Pigmentöl Kalkweiß. Dieses kann man auch mit dem Möbel-Hartöl mischen. Stark pigmentierte Öle müssen immer auf dem rohen Holz aufgebracht werden, damit die Pigmente sich in den Poren und den Holzfasern einnisten können.

      Buche nimmt Pigmente allerdings recht unregelmäßig auf. Deshalb wäre diese Holzart für das Kalkweiß eher schwierig. Mit der relativ schwachen Pigmentierung von dem Möbel-Hartöl UV-Blocker gibt es aber auch bei Buche keine Probleme.

  4. Hallihallo,

    ich wollte ein paar Bambusbretter auf ein Holzbrett kleben, in die Zwischenräume Fliesenscherben und dergleichen als Einlegearbeit hineinarbeiten, die Kanten ringsrum mit Fliesenarbeiten abschließen und mit (vielleicht farbiger) Fliesenfugenmasse vollenden.

    Es soll schlußendlich eine komplette Platte entstehen das Ganze wird dann auf vier Beine montiert und wird als Waschtisch für ein Aufsatzwaschbecken dienen, das heißt die Holzarbeit müsste möglichst wasserfest werden.

    Kann ich hier mit weißpigmentiertem Hartöl arbeiten?

    Ich wollte das dann zum Schluß nassschleifen und vielleicht ein Finish auftragen. Ich hatte das irgendwo als Arbeitstip für jemanden mit einem Küchentisch von Ikea gelesen.

    Die Arbeitsschritte dachte ich folgendermaßen:
    Bambusbretter fertigen, danach aufkleben und als letztes die Fliesenarbeiten fertigen.

    Für einen Rat wär ich echt dankbar,
    viele Grüße Astrid

    1. Frank

      Hallo Astrid,

      wieweit der Materialmix auf einem Holzbrett halten kann und nicht durch das Quell- und Schwindverhalten von dem Holzbrett Risse bekommt, kann hier hier nicht eingehen. Das Bambusholz würde ich auf alle Fälle vor der Fliesenfugenmasse mit dem Möbel-Hartöl sättigen. Allerdings nicht die Unterseite – da auf Hartöl ein Kleber schlecht hält. Das weißpigmentierte Öl kannst Du einsetzen. Je nach Faserrichtung und Verarbeitung kann Bambus aber recht dicht sein und gar nicht viel Hartöl aufnehmen. Entsprechend unterschiedlich fällt die farbliche Veränderung durch das Möbel-Hartöl aus. Hier würde ich Musterstücke anlegen – auch was den Verbund mit den Fliesen, dem Kleber und der Fugenmasse angeht.

      Grüße aus Frangn

  5. Hallo,

    Vielen lieben dank für die tolle zusammenfassung. Wir sind gerade dabei einen Tisch aus einer Holzscheibe zu bauen. Die Oberfläche ist nun abgeschliffen und die Jahresringe und Maserung sind ganz gut zu sehen.

    Wie können wir den Eindruck noch verstärken, welches Öl ist ratsam? Der Baum war eine Pappel.

    Danke ihnen,
    Viele Grüße, Florian

    1. Frank

      Hallo Florian,
      eine Baumscheibe besteht ja aus stehenden Fasern (= Stirnholz). Pappelholz ist sehr offenporig und über das Stirnholz wird dadurch recht viel Öl aufgenommen. Ich würde deshalb nicht die Sättigung mit Holzöl erreichen wollen, wie z.B. bei einer liegenden Faser aus Eiche.

      Ich würde mit einer Schaumstoffrolle das Möbel-Hartöl flächig aufziehen, einziehen lassen und erst nach 24 Stunden einen weiteren Auftrag vornehmen. 48 Stunden nach diesem zweiten Auftrag sollten die offenen Poren von dem Stirnholz noch gefüllt werden. Dies erfolgt mit den Finish-Öl. Mit beigen Pad tropfenweise rasch gleichmäßig dünn vertreiben und dann austrocknen lassen.

  6. Guten Tag,
    welches Hartöl würden Sie für gedämpfte Erle empfehlen? Eher das farblose oder das weißpigmentierte – oder passen beide? Würde das farblose eventuell zu einem Gelbstich führen?
    Viele Grüße
    Fabian

    1. Frank

      Die Erle nimmt das Öl ähnlich unterschiedlich auf wie die Buche. Die Anfeuerung ist sehr gut und bei der gedämpften fällt sie sicherlich noch kräftiger aus. Wenn also eine kräftige Farbe mit lebhafter Struktur gewünscht ist, dann das farblose Möbel-Hartöl nehmen. Wenn die Oberfläche gleichmäßiger und stumpf wirken soll, dann das Möbel-Hartöl mit Weißpigment (=“UV-Blocker“) verwenden.

  7. Hallo Frank,
    ich habe bei der Auflösung einer alten Schreinerei eine rohe Baumscheibe geschenkt bekommen. Sie ist fast kreisrund, schon sehr gut plan und hat einen Durchmesser von 110 cm und eine Dicke von 9 cm. Ich will mir daraus einen Schreibtisch bauen. Zunächst habe ich die Unterseite angeschliffen dabei entstand dunkelroter Schleifstaub, der sehr unangenehm an den Händen war. Ich habe die Unterseite dann mit Zweihorn NHO behandelt und das Holz wechselte dabei schlagartig die Farbe von rötlich braun nach dunkelbraun bis fast schwarz. Der Schreiner hatte mir gesagt, es handele sich wahrscheinlich um Sipo, aber nachdem ich ein wenig recherchiert habe kam ich zu Schluss, es ist eher Wenge. Sieht toll aus, ist mir aber fast schon zu dunkel. Da es sich um Hirnholz handelt nimmt es entsprechend große Mengen Öl auf. Meine Frage: Wie reagiert Wenge auf ein nicht anfeuerndes Öl? Gibt es sowas wie einen „Atlas“ oder „Farbtafeln“ auf denen man sich sowas ansehen kann? Was rät der Fachmann? anfeuern, oder nicht anfeuern?
    Vielen Dank!

    1. Frank

      Da hast Du schon ein seltenes Teil bekommen. Klar ist, dass Stirnholz sehr viel mehr Öl in sich aufnimmt. Die Anfeuerung ist entsprechend. Jetzt aber mit einem weißpigmentierten Öl der Anfeuerung entgegen zu wirken erscheint mir bei so einem dunklen Stirnholz etwas gewagt. Die Weißpigmente würden deutlich sichtbar bleiben. Gleichzeitig können die freien Holzstoffe von dem Importholz aus dem Weiß ein Rosa machen.
      Ob das Ergebnis gefällt kann nur durch einen Test versucht werden. Ich würde in dem Fall auch das Pigmentöl in Kalkweiß testen, da dieses Coloröl wesentlich kräftiger im Weißgrad ist. Das Möbel-Hartöl mit Weißpigment (=“UV-Blocker“) will die Anfeuerung nur etwas reduzieren und die nachträgliche Vergilbung vermeiden.

  8. Hallo, wir haben uns gerade einen Esstisch aus drei alten Bodendielen (Kiefernholz) selbstgebaut und wollen diesen nun ölen. Wir mögen die „helle“ Farbe des Kiefernholzes sehr gerne und möchten den Anfeuerungs-Effekt und einen evtl. Gelbstich gerne vermeiden. Welches Hartöl würden sie uns empfehlen?

    1. Frank

      Kiefer ist von sich aus schon recht kräftig in der Farbe (das Kernholz) und ein normales Hartöl würde diese noch stärker anfeuern. Dadurch wird die Maserung schön sichtbar – aber das Holz wirkt noch dunkler. Mit dem Möbel-Hartöl mit Weißpigment wird die Anfeuerung etwas reduziert, mit dem H2-Möbelöl mit Weißpigment erfolgt dies noch ein Stück besser. Eine völlige Gleichheit zu dem rohen Holz wird man nie so richtig erreichen. Ähnlich hell wie frisch geschliffen erreicht man nur mit noch mehr Weißpigment. Dieses würde dann wie ein Schleier auf der Oberfläche aufliegen. Dafür wird das Pigmentöl = Coloröl von Natural verwendet.

      Hier ein Bild von einem Musterholz aus Eiche für ein Möbel. Links ist es mit dem Möbel-Hartöl mit Weißpigment eingelassen, die Mitte ist roh und der rechte Bereich ist mit H2-Möbelöl mit Weißpigment behandelt.Hartöl und Möbelöl mit Weiss-Pigment auf Eiche

  9. Hallo,
    ich habe sehr alte Eichenbretter, die zu einer Tischplatte gemacht werden. Durch das Alter (18tes Jahrhundert) hat die Oberfläche eine sehr ausgeprägte Struktur, die ich gerne erhalten möchte. Ein Schleifen ist daher nicht optimal möglich. Ebenfalls sind die Bretter bereits sehr dunkel, deutlich dunkler, als neue Eiche. Ich habe Probestücke mit Leinöl bearbeitet, diese sehen nach der Behandlung schwarz, fast wie verkohlt aus. Es handelt sich um einen Esstisch, daher wird eine hohe Strapazierfähigkeit von Nöten sein. Können Sie mir ein Produkt und eine Vorgehensweise empfehlen?

    Vielen Dank für die Infos

    1. Frank

      Jeder Anstrich, bzw. Imprägnierung wird das Holz farblich verändern. Wenn das Leinöl zu einem Schwarzbraun geführt hat, dann wird dies bei den Ölen von Natural nicht viel anders wirken. Ein Öl mit Weißpigment würde bei so einem Untergrund sehr viel an Pigment brauchen, damit die Helligkeit erhalten bleibt. Hier wäre schon das Pigmentöl in Kalkweiß nötig. Dann wird man das Weißpigment in der groben Struktur und durch das relativ dunkle Holz aufliegen sehen. Also auch hier verändert sich das Aussehen deutlich. Die gleichen Fragen ergeben sich, wenn man z.B.Treibholz konservieren will, aber das Aussehen beibehalten möchte. Hier bleibt nur der der Versuch, welche Veränderung einem gefallen kann.

  10. Guten Tag, ich möchte mein geöltes Eichenparkett abschleifen und danach wieder ölen. Den hellen Ton nach dem Schliff möchte ich erhalten. Gibt es ein Parkettöl mit Weißpigmenten und wenn ja, ist es für die Verarbeitung durch Laien geeignet?

    Vielen Dank für die Infos.

    1. Frank

      Das Parkettöl-Fußbodenöl mit Weißpigment (=UV-Blocker) verhindert die Anfeuerung der Eiche nicht völlig. Es wird aber heller bleiben als bei dem farblosen Öl und die Farbunterschiede zwischen den einzelnen Riemen fallen nicht so stark aus.
      Noch heller geht es mit dem Pigmentöl von Natural. Hier ein Bericht über die Behandlung von Böden mit dem Pigmentöl-Coloröl von Natural. Das erste Bild ist eine Eiche mit dem Pigmentöl Kalkweiß.

  11. Hallo, ich habe mich gefreut, eine Seite über das Anfeuern von Holz durch Hartöl zu finden.
    Ich habe eine Skulptur aus Thuja gefertigt (60cm hoch). Abgeschliffen mit 120 iger Papier.
    Nun stehe ich vor dem Problem, die Figur so zu ölen, dass der kräftige rot/violett Ton deutlich hervortritt.
    Allein durch einweichen mit Wasser entsteht ein toller Eindruck.
    Bei meiner letzten Figur hatte ich Leinöl mit ein paar roten Farbpigmenten verwendet., war mit dem Ergebnis aber nicht richtig zufrieden.
    Vielleicht hat jemand eine Idee.
    Horst

    1. Frank

      Allein der Test mit Wasser zeigt schon, dass das Holz eine gute Anfeuerung zulässt.
      Ich würde zuerst mit einem gut einziehenden Hartöl arbeiten, jedoch keine Pigmente verwenden. Das klassische Möbel-Hartöl von Natural Naturfarben ist dünn genug und feuert das Holz sehr gut an. Damit das Holz sättigen – also in 30-Minuten-Abständen immer wieder Hartöl aufgben, bis das Holz kein Öl mehr in sich aufnehmen kann. 30 Minuten nach dem letzten Auftrag den Überstand abnehmen. Nach ca. 48 Stunden würde ich als weiteren Schutz das Finishöl dünn aufpolieren.

  12. ich werde mein Gesellenstück aus Esche bauen. Am liebsten würde ich es ölen, allerdings möchte ich eine zusätzliche Anfeuerung / Gelbstich vermeiden. Ich habe von eurem Hartöl mit Weißpigmenten viel gutes gehört. Beispiele mit Esche könnte ich leider nicht finden. Ich befürchte einfach, dass sich die Pigmente vermehrt in den Poren absetzen und das Oberflächenbild nachteilig verändert.

    1. Frank

      Am ehesten sehe ich das H2-Möbelöl (evtl. H2- Möbelöl mit UV-Blocker = Weißpigment) und als Finish das TEC-Oil als sinnvolle Variante. Das H2-Möbelöl ist auf Wasserbasis. Die Holzfaser kann also quellen und die Oberfläche dadurch wieder rauer werden. Ich würde also die Sättigung anstreben – dann Überstand abnehmen und nach dem Trocknen einen Zwischenschliff vornehmen (320er Korn oder Schleifvlies).
      Anschließend nochmal von dem H2-Möbelöl aufpolieren, bzw. das TEC-Oil als Finish dünn mit beigen Pad aufpolieren. Hier ein Beitrag über die unterschiedliche Anfeuerung von Möbel-Hartöl und H2-Möbelöl auf Eiche.

  13. Ich möchte mir von einer Möbelschreinerei ein Thekenboard aus Altholz Eiche in 10 cm Stärke herstellen lassen. Ich habe ein Musterstück geölt bekommen (eine Seite glatt, eine Seite gebürstet). Der Farbton ist mir viel zu orange, ich hätte gerne, dass es heller und bräunlicher bleibt. Ich nehme an, da ist das Hartöl mit Weißpigment/UV-Blocker das richtige. Ich bin mir aber noch unsicher wegen der Oberfläche (glatt oder gebürstet). Wie kommt das auf einer vorher geschliffenen und dann gebürsteten Oberfläche raus ? Habt ihr vielleicht Vergleichsbilder?

    1. Frank

      Leider haben wir hier keine Vergleichsbilder zwischen gebürsteter und glatter Oberfläche. Aber wir haben Musterdosen. Wenn ein sehr konkreter Farbwunsch vorliegt, dann braucht es auch die Anfertigung von eigenen Musterstücken, da jedes Holz und jede Oberflächenbearbeitung die Optik einer Pigmentierung unterschiedlich wirken lässt.

  14. unsere vom Werk her einmal farblos geölten massiven Eichedielen sind verlegt und jetzt wollen und sollen wir sie nochmals nachölen. Macht es Sinn für das Nachölen weißpigmentiertes Hartöl zu verwenden oder gibt es eine andere Möglichkeit den Boden etwas heller zu bekommen?

    1. Frank

      Nachölen mit Weißpigment auf bereits geölten Eichedielen wird keinen ausreichenden Effekt der Aufhellung mit sich bringen. Das Weißpigment kann sich durch die Vorölung nicht richtig in der Holzfaser verzahnen. Es würde eher auf der Oberfläche aufliegen und entsprechend rasch wieder abgearbeitet werden.

      Deshalb braucht es ein Abschrubben der Oberfläche mit dem Intensivreiniger. Anschließend wird mit dem 280er Schleifvlies geglättet und dann kann das Pigmentöl „Kalkweiß“ oder eine Mischung aus Pigmetnöl Kalkweiß und dem Parkettöl-Fußbodenöl mit Weißpigment aufgebracht werden.
      Nur das Parkettöl-Fußbodenöl mit Weißpigment wird für eine Aufhellung nicht reichen.

  15. Wir wollen für unsere Tochter ein Hochbett aus Fichte (etwas anderes hat der Baumarkt kaum zu bieten) bauen. Ich weiß noch nicht so recht, wie wir die Oberfläche behandeln. Ich fände es schön, wenn das Holz entweder seine Helligkeit behält und die Maserung noch angefeuert werden könnte oder das Holz gleich einen dunklen Ton bekommt in Richtung braun (aber keinen rot/orangestich). Können sie mir da eine Empfehlung geben?

    1. Frank

      Bei einem Hochbett für Kinder aus Fichte würde ich eher auf ein Öl als auf den Bienenwachsbalsam Aqua zurück greifen, da ein Öl einfach den besseren Oberflächenschutz ermöglicht.
      Wenn es dunkel werden soll, dann einfach die Holzlasur (=Naturharzöl) mit der entsprechenden Farbe wählen. Wenn es hell bleiben soll, dann die Holzlasur UV-Blocker ode Alpin nehmen.
      Wichtig ist nur, dass die Lasur wie ein Öl bei der Grundölung verwendet wird: Also ca. 30 Minuten nach dem letzten Auftrag wird jeglicher Überstand abgewischt. Es verbleibt nur die Farbe und das Öl im Holz – nicht auf dem Holz. Im Außenbereich wird das natürlich anders gemacht.

  16. Ich möchte mir eine unbehandelte Teak EssTischplatte kaufen. Größe 2×1 m. Ich tendiere nun mit dem Parkettöl-Fußbodenöl zu behandeln.
    In der Variante mit Weißpigmentierung.
    Ist dies die richtige Wahl oder sollte ich doch lieber das Teaköl nehmen?
    Welche Menge an Öl benötige ich für diese Größe ca.?

    1. Frank

      Wenn die Tischplatte tatsächlich echtes Teakholz ist, dann würde ich mir die Behandlung mit Weißpigment gut überlegen. Das Weißpigment lässt die Platte stumpfer wirken – u.U. wird man bei dunklen Stellen oder in den Poren von dem Teak auch das aufliegende Weißpgiment sehen.
      Ein farbloses Holzöl feuert das Teakholz an und lässt die Maserung sehr schön zur Geltung bringen. Da das Teakholz recht dicht ist, würde ich eher das Teaköl, als das fetter eingestellte Parkettöl-Fußbodenöl verwenden.
      Sollte dennoch etwas Weißpigment gewünscht sein, dann das Möbel-Hartöl mit Weißpigment verwenden. Es wird von dem Teakholz leichter angenommen als das Parkettöl.
      Für ca. 2m² Fläche schätze ich den Bedarf auf max. 200ml bis zur Sättigung. So würde die 250ml-Flasche für den Tisch noch reichen.

  17. Hallo Frank, erstmal vielen Dank für deinen Rat, hier und in einigen Foren. Deswegen habe ich mich auch für Naturalprodukte entschieden.

    Wir haben eine Treppe aus unterschiedlichen (!) Hölzern – da war wohl damals in den 1930er Jahren irgendwie ein Mangel ;-) Die meisten Trittstufen sind aus heller Buche oder Lärche (kenne mich da nicht so aus), zwei aus Fichte und eine aus rötlicher Buche. Für das Treppenpodest habe ich Leimholzplatten aus Hevea gekauft. Abgeschliffen und unbehandelt sah das alles ziemlich zueinander passend aus. Kann man jetzt diskutieren, warum ich mich bei der Gemengelage überhaupt zum Ölen entschlossen habe, aber gut.

    Nach dem Abschleifen bekamen die noch unbehandelten Treppenstufen im Tageslicht sehr schnell einen leichten Rotstich, der uns nicht gefiel. Deshalb wollte ich einen guten UV-Schutz und hab das gesamte Holz vor dem Ölen noch gelaugt, wobei ich mich für eine Lauge mit weißen Farbpartikeln entschied, weil das Natural Parkettöl mit UV-Blocker ja eher weniger Farbpartikel enthält. Durch die wässrige Lauge ist das Holz rauh geworden, ich hab vor dem Ölen mit 150+180+240er Schleifpapier nachgeschliffen.

    Nach dreimaligem Ölen mit dem Natural Parkettöl ist das gesättigte Holz stärker gedunkelt als erhofft, nur leider nicht gleichmäßig:
    – die Podestplatten aus Hevea haben eine schöne Anfeuerung bekommen, sind aber hell geblieben
    – die beiden Stufen aus Fichte sehen aus wie klarlackiert (verstärkt durch die abschließende Behandlung mit Natural Finishöl)
    – die Stufe aus rötlicher Buche hat sich unmerklich verdunkelt
    – die anderen Stufen sind leider stärker dunkler geworden, wenn die Sonne nicht gerade direkt drauf fällt, sieht es fasst wie Nussbaum aus :-(

    Lange Rede, kurzer Sinn: Die beiden Fichtestufen sehen jetzt wie Fremdkörper aus und Podest ist heller als die Treppe. Kann man da noch was retten, z.B. mit Spiritusbeize oder rätst du ganz von weiteren Versuchen ab?

    1. Frank

      Hallo Martin,
      solche bunten Hölzer wurden natürlich nur verwendet, wenn dann alles deckend lackiert wurde.
      Nach dem Abschleifen wirken die unterschiedlichen Hölzer recht gleich. Die Optik von dem rohen Holz ist da recht trügerisch. Sobald aber ein anfeuernder Ölung erfolgt ist die Überraschung dann meist sehr hoch. Selbst bei gleicher Holzart aber unterschiedlichen Stäben kann es da zu sehr kontrastreichen Anfeuerungen kommen.

      Nun kannst Du versuchen, die Fichtebretter anzugleichen oder aber die bunten Hölzer insgesamt ein weniger „ruhiger“ und heller gestalten.

      Für das Ausgleichen der ganzen Treppe:
      Die Oberfläche mit dem Intensivreiniger abschrubben und dann noch mal mit 280er Schleifvlies glätten.
      Anschließend das Pigmentöl Kalkweiß mit der Spachtel aufziehen. Es geht auch mit der Rolle – hier aber fest aufdrücken und trocken ausrollen – also nicht zu fett auftragen und anschließend mit dem beigen Pad auspadden.

      Nach 48 Stunden das TEC-Oil (matt) oder das Finish-Öl (glänzend) als Schutzfilm mit beigen Pad dünn vertreiben.

      Wenn Du nur die Fichtebretter dunkler färben willst:
      Die Fichtebretter mit dem Intensivreiniger behandeln und dann das Pigmentöl Antik verwenden. Entweder pur oder dem farblosen Öl zumischen. Bei einem fetten Öl (Parkettöl-Fußbodenöl) darauf achten, dass der Überstand tatsächlich nach 30 Minuten abgenommen wird. Die farbliche Angleichung der Fichtebretter würde ich aber auf Musterstücke erst mal testen.

  18. Guten Tag, erst einmal ein großes Lob für den tollen und informativen Support den Sie hier leisten!

    Ich habe mir nun alle Kommentare durchgelesen bin aber etwas unsicher in der Wahl des richtigen Öles. Wir haben einen hellen Eichentisch der aus Eichendielen gezimmert wurde und so ein recht rustikales aussehen hat. Ich möchte die Anfeuerung vermeiden das Holz aber schützen da der Tisch als Esstisch fungiert. Benutze ich nun das H2-Möbelöl mit Weißpigment ( wie ich lese hoher Schutz verinderte anfeuerung) oder das Pigmentöl-Coloröl von Natural (geringe Anfeuerung aber nicht so schützend).

    Das H2-Möbelöl mit Weißpigment erscheint mir strappazierfähiger aber anfeuernder als das Pigmentöl-Coloröl von Natural.

    Was wäre ihr Rat?

    1. Frank

      Die Erfahrung zeigt uns, dass gerade bei Eiche der bessere Schutz mit den Ölen ohne Wasser erfolgen kann.

      Wenn die Eiche hell bleiben soll – also Rohoptik, bwz. Natureffekt haben soll, dann das Pigmentöl in Kalkweiß und danach ein Schutzfilm mit dem TEC-Oil (matt) oder dem Finish-Öl (glänzend). Hier ein Musteraufbau mit den Ölen: Eiche hell ölen:
      Eiche hell ölen

  19. Hallo , ich bin gerade dabei fenstersimmsen aus esche weiß herzustellen. Jetzt stellt sich mir die Frage, wie ich sie behandeln soll. Sie sollten auf keinen Fall gelblich und noch zu dunkel werden. Ein schöner heller Farbton in grau weiß wäre erwünscht. Können Sie mir weiterhelfen.?

    1. Frank

      Wenn die Esche wie im frisch geschliffenen Zustand wirken soll, dann ist das Pigmentöl Kalkweiß eine gute Wahl. Es gibt aber auch Kunden, die die Holzlasur (= Naturharzöl) „alpin“ dafür verwendet haben. Bei beiden Varianten ist es wichtig, dass der Überstand nach 30 Minuten abgenommen wird.
      Das Pigmentöl hat mehr Pigmentanteil als die Holzlasur alpin und der Effekt wird gleichmäßiger wirken.
      Natürlich gibt es das Pigmentöl auch in Grau. Hier ein Kicker in Ahorn mit Pigmentöl Kalkweiß.
      Ahorn hell geölt

  20. Die Abdeckplatte eines Sideboards soll mit Teak furniert werden. Farblich soll es zu den anderen Teak-Möbeln, die aus den dänischen 60er Jahren stammen und deutlich rötlich sind, passen.
    Das Öl soll also sehr gut anfeuern – würden Sie in diesem Fall eher Teaköl oder Möbel-Hartöl empfehlen?

    1. Frank

      Das Teaköl wurde speziell für das Teakholz abgemischt. Deshalb würde ich das Teaköl dem Möbelhartöl vorziehen. Es wird von dem Holz besonders gut aufgenommen – die gewünschte Anfeuerung des Teakholzes wird damit am besten gelingen.Teakholz ölen
      Hier ein Beitrag über die Pflege von Gartenmöbel aus Teakholz mit Teaköl.

  21. ich arbeite gerade an einer Lampe aus Nussholz. Diese wird in einer Küche oder Bad angebracht, sprich, es wird ab und zu etwas feucht werden. Laut Beschreibung der Produkte denke ich an das Möbel Hartöl. Würden sie das für diese Anwendung empfehlen?

    1. Frank

      Das Möbel-Hartöl ist für die Grundölung sehr gut für das Nussholz geeignet. Sollte das Holz im Spritzwasserbereich liegen, dann würde ich noch ein wenig Finish-Öl (etwas glänzend) oder TEC-Oil (matt) auftragen. Diese Finishöle geben einen dünnen Schutzfilm.

  22. habe einen Schreibtisch aus Kiefer, der mit Leinöl behandelt wurde. Er ist jetzt relativ dunkel und orangefarben, was mir nicht gefällt. Ich würde gerne Hartöl mit Weißpigmentierung verwenden. Wie muß ich den Schreibtisch dazu vorher behandeln?

    1. Frank

      Wenn der Schreibtisch aus Massivholz hergestellt ist, dann würde ich die Oberfläche mit dem Intensivreiniger reinigen (1:2 mit Wasser), anschließend mit Wasser neutralisieren. Nach der Trocknung kann die Oberfläche feingeschliffen (240er Schliff oder Schleifvlies) und dann mit den gewünschten, helleren Ölen bearbeitet werden.
      Ohne die Reinigung ist der Untergrund nicht hell genug. Auch kann das alte Öl so satt aufgetragen sein, dass die Farbpigmente nicht in die Holzfaser einziehen können, bzw. sich nicht in den Poren einnisten können.
      Bei den o.g. Arbeiten ist darauf zu achten, dass es kein furniertes Material ist und die Nassbelastung möglichst gering ausfällt (mögliche Verzugsschäden).

      Wenn aber ein weißer Schleier auf dem Holz gewünscht ist – also eine Art gekalkte Optik, dann kann man den Bienenwachsbalsam Aqua in Zartweiß direkt auf das geölte Holz auftragen und für stark beanspruchte Flächen anschließend noch das matt austrocknende TEC-Oil als Schutz aufziehen.

  23. Wir haben etliche kleine Natursteine und da diese im „Nasszustand“ wirklich edel und interessant auschauen, möchte ich ihnen so einen Look verpassen. Leider sind sie im Trockenzustand matt und blass und sie haben keinen Glanz.

    Mit welchem biologischen Öl könnte ich einen `“Nasszustand“ erreichen? Welches Öl wäre dafür geeignett??

    Herzlichen Dank im Voraus für Ihre Empfehlung.

    1. Frank

      Natural Naturfarben hat das Steinöl speziell für das Ölen von Natursteinen im Programm. Damit würde ich arbeiten. Ich würde aber einen möglichen Überstand abwischen, damit die Oberfläche nicht das Kleben anfängt.

  24. Mit welchem Produkt könnte ich unbehandelte Kiefer etwas Schützen und das Gegenteil von Anfeuern erreichen? Gerne mit einen leichten weiss oder Grau Schleier? Das Holz sollte hinterher noch so gut wie unbehandelt aussehen.

    1. Frank

      Wenn das Kiefernholz geölt werden soll, dann vermeidet man die Anfeuerung mit weiß pigmentierten Ölen. Die geringste Anfeuerung ohne Weißpigmente erreicht man mit dem H2-Möbelöl farblos.

      Hier ein Foto mit den unterschiedlichen Ölen und deren Wirkung auf Kiefer:
      Kiefer ölen und möglichst hell belassen

      Wenn der Schutz gegen Verschmutzung nicht so anspruchsvoll sein muss, dann kann auf den Einsatz von Holzölen verzichtet werden und es wird der Bienenwachsbalsam „UV-Protector“ verwendet. Hier eine Kiefer – links mit UV-Protector – rechts unbehandelt über Jahre nachgedunkelt.Kiefernholz mit UV-Protector von Natural behandelt

  25. Ich möchte einen älteren (geschätz 50 Jahre) zuvor lackierten Massiv-Eiche Stäbchenparkett-Boden (Mosaik im Viereck gelegt) gerne Ölen. Ich würde auch gerne das weiß-pigmentierte Öl nehmen, damit der Boden nicht zu dunkel wird. Da wie gesagt der Boden schon älter ist und durch die völlige Trocknung sich ab und an Ritzen gebildet haben die ich wahrscheinlich nicht komplett kitten kann, ist die Frage ob es durch die weiß-Pigmente dort zu unschönen Farbunterschieden kommen kann?
    Können sie mir hier eine Empfehlung geben? Ich möchte mit dem Bandschleifer bis auf 120er Korn gehen und habe auch eine Tellerschleifmaschine zur Verfügung.

    Welches Öl empfehlen sie? Zur not laß ich auch das mit den weiß-pigmenten und gehe zum Standard-Öl

    Mit was kitte ich, Schleifmehl ist klar, aber mit welcher Emulsion?

    1. Frank

      Zuerst muss der Lack vollständig abgeschliffen sein. Natürlich würde sich das Weißpigment in den Fugen mehr absetzen. Deshalb würde ich vor dem letzten Feinschliff die Fugen erst einmal verspachteln.
      Das Parkettöl-Fußbodenöl mit Weißpigment (=UV-Blocker) verhindert die Anfeuerung nur ein wenig. Wenn eine sogenannte „Rohoptik“ gewünscht ist, dann verwendet man das Pigmentöl „Kalkweiß“. Hier ein Foto von Eicheparkett. Es zeigt, wie die Öle unterschiedlich anfeuern.Eiche hell ölen

  26. links oben ist das weiß-pigmentierte öl mit Tec-öl oder? Wie kommt es das das Tec-Öl die Anfeuerung des vorher aufgetragenen Pigmentsöls wieder beseitigt? Kann nicht sein oder?

    Und noch eine Frage zum Kitten kann ich da irgendeine Emulison nehmen, vertragen sich alle mit dem Öl?

    1. Frank

      Das TEC-Oil ist farblos und verändert die weiße Pigmentfläche ein wenig. Dieser Effekt fällt aber nicht stark auf. Auf dem Foto kommt noch ein anderer Effekt zum Tragen. Das TEC-Oil füllt die Poren den Holzes und die Fläche wird dadurch glatter. Somit entsteht auch eine andere Lichtspiegelung.

      Jede Emulsion geht mit Sicherheit nicht. Entscheidend ist, dass es ein schichthärtendes Öl ist und nicht Wasser als Verdünner hat.

  27. Ich habe einige Sideboards, ein HIFI-Möbel und einen Couchtisch mit Ahorn-Vollholz neugekauft. Das Holz wurde vor dem Versand mit Öl behandelt. (Man merkt aber nichts davon, das Öl dürte sparsam verwendet worden sein.)

    Wie erreiche ich, dass das Holz optimal gepflegt wird und zugleich, dass das Holz nicht vergilbt? Würden Sie eher zu Wachs oder zu einem Öl raten?

  28. Ich hab ein geöltes Buche-Parkett in gedämpfter, wilder Ausführung. Das Parkett ist jetzt 14 Jahre verlegt und entsprechend „gebraucht“
    ich möchte das Parkett neu aufbauen und auch meine Einrichtung verändern. Zurzeit hab ich auf der Buche auch Buche- und Erlemöbel, also ziemlich „Ton in Ton“ stehen. Ich überlege, entweder Möbel in Wildeiche Antik oder Nussbaum wild, zu kaufen, was beides aber nicht ideal zum Boden passt. Gibt es eine Möglichkeit, den Boden nach Abschleifen in entsprechend anderen Tönen, z.B. leichtem Weißstich, zu verändern?

    Für Ihre Antwort danke ich schon jetzt und verbleibe mit freundlichen Grüßen aus dem Saarland – M.G.

    1. Frank

      Das Parkett „neu aufbauen“ verstehe ich jetzt als ein Abschleifen, so dass eine feine rohe Oberfläche zum Ölen vorliegen wird. In dem Fall kann mit dem Pigmentöl Kalkweiß eine helle Tönung erzielt werden. Dadurch wird der Rotton der Buche nicht so stark hervortreten. Gleichzeitig gelingt ein stärkerer Helligkeitskontrast zu Wildeiche und Nuss.
      Als Finish kommt dann das TEC-Oil (matt austrocknend) in Frage.

  29. Hallo Frank,

    danke für deine immer hilfreichen Kommentare, ich habe hier nur durchs Mitlesen viel gelernt. Jetzt brauche ich trotzdem persönlich deine fachmännische Meinung: Ich habe eine tolle Arbeitsplatte aus massivem Buchenholz (Stäbchen geleimt) im Baumarkt gekauft und sie soll in meiner Küche zum Einsatz kommen. Die Oberfläche wirkt schon sehr geschliffen. Ich möchte das Holz so wenig wie möglich befeuern und habe gelesen, dass das Parkettöl mit Weißpigment dafür am Besten geeignet ist. Es ist ein Einpersonenhaushalt und die Belastung oder Vermutzung wird eher gering sein. Würdest du mir empfehlen, das Parkettöl zu nutzen oder doch eher das Möbelhartöl mit UV Schutz? Und ist ein Finish notwendig oder nicht?
    Herzlichen Dank und freundliche Grüße aus Bonn, Nicole

    1. Frank

      Hallo Nicole,
      also ich würde die Platte noch mal gleichmäßig feinschleifen – wenigstens 180er und 240er Körnung. Wenn Du so gut wie keine Anfeuerung erfahren willst, dann nehme das Pigmentöl Kalkweiß. Zwei mal innerhalb von 20 Minuten auftragen und 20 Minuten nach dem letzten Auftrag allen Überstand abwischen.
      Nach 48 Stunden das TEC-Oil mit einem beigen Pad dünn vertreiben (max. 10ml/m²) und trocknen lassen.
      Grüße aus Frangn, Frank

  30. Ich interessiere mich für das Naturöl für einen neu verlegten Boden aus Massivholzdielen Eiche.

    Ich hätte den Boden gerne nicht zu dunkel aber der Tiefeneffekt eines normalen Öls würde mich auch reizen. Nun bin ich also unsicher, ob ich das normale oder weiße Öl verwenden soll. Wie ist das einzuschätzen? Zudem überlege ich, dass Heissverfahren anzuwenden. Hierzu habe aktuell auch noch eine Frage auf Woodworker und Fachwerk eingestellt.

    Ich würde das ja gerne zuvor mit Mustern ausprobieren – aber 4x Muster in den Kombinationen farblos/weiß und kalt/heiß zu kaufen wär mir jetzt auch etwas zu viel. Was wäre denn hier empfehlenswert, um sowohl normal/weiß als auch den Unterschied kalt/heiß zu teste? Kann ich mir für einen kleinen Test z.B. mit dem Bügeleisen behelfen?

    Viele Grüße, Dirk

    1. Frank

      Das Heißöl würde ich in diesem Fall hintenan stellen. Warum? Mit dem Kaltöl – also das normale Parkettöl-Fußbodenöl – kannst Du eine sehr ähnliche Oberfläche erzielen. Achte nur auf eine ausreichende Sättigung der Holzfaser. Das Heißverfahren hat bei harzhaltigen Hölzern Vorteile. Vor allem hat es Vorteile für den Verarbeiter. Er muss die Baustelle nicht so oft besuchen (Trocknungszeit auf Folgetag fällt weg).
      Wegen dem Anfeuern. Du hast eine gewisse Vorstellung, wie es aussehen soll. Dann kommst Du nicht herum, auszuprobieren wie Du das Ziel erreichst. Dazu möchte ich Dich gerne ermutigen.

  31. Hallo Frank,
    Leider bin ich auf dieser Seite erst im Nachhinein gestoßen. Es wäre wohl besser gewesen, ich hätte sie früher gefunden. Aber egal.
    Wir haben aus alten Scheunenbrettern beziehungsweise Böden eine Vollholz-Arbeitsplatte gemacht. Ich habe das Holz vor dem Leimen geschliffen und gebürstet. Danach war es wunderbar hell und die Maserung war gut sichtbar.

    Zum Schutz haben wir dann ein farbloses Hartwachs aufgetragen. Leider mit dem folgenden Ergebnis.

    Was können wir machen, damit das Holz wieder heller wird? Der ursprüngliche Naturzustand beziehungsweise Farbton hat uns deutlich besser gefallen.

    Würde mich freuen wenn du uns helfen könntest.

    Vielen Dank und viele Grüße
    Markus

    1. Frank

      Das Holz mit Intensivreiniger abschrubben. 1:1 Mit Wasser verdünnt und mit grünem Pad die Oberfläche von dem Ölwachs befreien. Danach mit Wasser neutralisieren und trocknen lassen.
      Anschließend würde ich mit einem 280er Schleifvlies die Oberfläche glätten.

      Wenn das Holz hell bleiben soll, dann würde ich den UV-Protector von Natural auftragen. Für eine Arbeitsplatte würde ich dann anschließend das TEC-Oil als Schutzfilm aufziehen.
      Aber: Zuerst alles auf einem Muster (evtl.den Fehler dort noch mal wiederholen) ausprobieren. Das Ergebnis soll ja gefallen und auf dem eigentlichen Werkstück würde ich jetzt nicht weiter herum experimentieren.

  32. Ich habe einen Tisch aus europäischem Nussbaum. Wie bekomme ich das Holz zur besten Wirkung, Maserung und Oberfläche?
    Danke und Grüsse
    Peter

  33. Ich habe eine alte Treppe abgeschliffen, die nun geölt werden soll. Es handelt sich um Buchenholz, das im abgeschliffenen Zustand recht hell ist. Nun weiß ich nicht welches Öl ich nehmen soll, denn ich möchte nicht das das Holz nachher gelblich wirkt. Könnten sie mir da was raten?
    MFG Martina

    1. Frank

      Zuerst würde ich darauf achten, dass die Oberläche gleichmäßig geschliffen wurde. Hier Infos über das rechte Schleifen. Ein feiner Schliff verhindert, dass durch Öle mit Pigmenten ein unruhiges Bild entsteht.

      Mit dem Pigmentöl Kalkweiß bleibt das Holz recht hell. Dieses Coloröl direkt auf das rohe Holz dünn auftragen. Nach ca. 20 Minuten einen weiteren Auftrag und 20 Minuten später mit gut saugenden Lappen den Überstand abpolieren.
      48 Stunden später das TEC-Oil dünn als Schutzfilm aufziehen und 10 Minuten später mit Lappen abpolieren.

  34. In Ihrer Beschreibung für Pigmentöl Kalkweiß steht, nur eingeschränkt anwendbar auf Buche. Wäre es da eine alternative das Möbel Hartöl mit Weißpigment zu nehmen?
    Muss man zum Abschluss Tec-Oil nehmen. Das Produkt enthält Harze. Somit verschließt man doch wieder die Oberfläche? Ist ein Finish überhaupt notwendig?
    MFG Martina

    1. Frank

      Buche kann Pigmente recht unregelmäßig in sich aufnehmen. Deshalb ist ein feiner Schliff notwendig. Dann lässt sich das mit Weißpigment sehen. Bei den dunklen Pigmenten ist es eher schwieriger. Deshalb der Hinweis beid den Pigmentölen/Buche.
      Das Möbelhartöl mit Weißpigment kann auch verwendet werden. Dieses Öl feuert noch etwas an – verhindert also nicht völlig, dass das Holz etwas dunkler wirkt. Die Anfeuerung ist aber ruhiger als bei den farblosen Ölen.
      Die Harze füllen die Poren von der Buche. Das holz bleibt also „atmungsaktiv“. Das Finish ist nötig, damit die Weißpigmente vor mechanischer Beanspruchung besser geschützt sind. Gleichzeitig verhindert das TEC-Oil auch die zu rasche Aufnahme von stehendem Wasser.

  35. Ich habe meinen Fichtenboden abgeschliffen, der nun wieder schön hell ist. Nun stellt sich die Frage: Wie strappazierfähig ist das weißpigmentierte (UV-Blocker) Parkettöl. Der Boden soll im (wenig beanspruchten) Wohnzimmer und der daneben liegenden (stark beanspruchten) Wohnküche behandelt werden. Gibt es Fotos von mit dem o.g. behandelten Fichtenholz?
    Die Alternative wäre ein dunkles pigmentiertes Öl um den möglichen Gelbstich des geölten FIchtenholzes zu verhindern. Was würden Sie empfehlen?

    1. Frank

      Hallo Monika,
      wenn die Fichte so hell wirken soll, wie im frisch geschliffenem Zustand, dann braucht es das Pigmentöl Kalkweiß. Das Parkettöl-Fußbodenöl mit Weißpigment würde die Fichte etwas dunkler wirken lassen. Hier ein Foto Fichte hell ölen
      Anschließend kann das TEC-Oil als matter Schutzfilm dünn aufgetragen werden.
      Farbbeispiel von dem Pigmentöl gibt es unter: Holzboden farbig ölen.
      Ob hell oder dunkel ist nun eine Geschmacksfrage und eine Frage wie hell die Räume sonst noch sind.

  36. Wenn ich meine Buchentreppe mit der Kombination Pigmentöl Kalkweiss und TEC-Oil behandle, wie lange wird die Oberfläche halten. Nutzt die Schicht sich nach einigen Jahren ab? Muss man nach einigen Jahren das Ölen wiederholen? Wie behandelt man dann die Flächen? Wieder schleifen?
    MFG Martina

    1. Frank

      Die Oberfläche von Pigmentöl Kalkweiß und TEC-Oil kann mit dem Pflegewachsöl mit Weißpigment (=“UV-Blocker“) nachgepflegt werden.
      Sollte die Oberfläche aber stark abgerieben sein, dann kann auch das TEC-Oil ein weiteres Mal dünn aufgezogen werden.
      Wie lange haltbar? – Das hängt natürlich von der Beanspruchung ab. Mit Straßenschuhen im Objektbereich kann es leicht sein, dass jeden Monat nachbehandelt wird. Im privaten Haushalt ohne Hund und Straßenschuhe kann eine Nachpflege erst nach vielen Jahren erwogen werden.
      Entscheidend ist auch die Frage wie gepflegt wird. Mikrofaser würde die Oberfläche rasch zersetzen. Der Einsatz vom Spezialreiniger (gibt es auch mit Weißpigment) und Baumwolltücher verzögert die Notwendigkeit einer Auffrischung deutlich.

  37. Hallo, wir haben uns aus Eichenbohlen einen EsszimmerTisch selbst gebaut und würden die helle Farbe nach dem Schleifen gerne beibehalten. Welches Öl/Wachs wäre zu empfehlen?

    1. Frank

      Hier eine Antwort mit einem Bild über Eiche hell ölen.
      Mit dem Pigmentöl Kalkweiß erreicht man annähernd die sogenannte „Rohoptik“. Dabei sollte man kein Pigmentöl auf der Oberfläche stehen lassen, sondern vor dem Verharzen jeglichen Überstand abziehen. Nur die Färbung im Holz zulassen. Das Ergebnis verändert sich mit dem Schleifbild. Bei einem groben Schliff bleiben mehr Pigmente hängen – der Weißgrad nimmt zu.
      Als dünnen Schutz anschließend das TEC-Oil dünn aufziehen.

  38. Ich habe einen Kiefertisch abgeschliffen, gebeizt (Alkoholwasserbasis) und zum Großteil wieder abgeschliffen, damit es nicht einheitlich dumkler ist. So gefällt er mir, gelblicher soll er nicht werden. Lack möchte ich nicht. Welches Produkt ist passend zum versiegeln? Soll ein Esstisch werden. Danke!

    1. Frank

      Jede Beschichtung wird mehr oder weniger zu einer farblichen Veränderung führen. Wenn es weitgehende gleich bleiben soll, dann würde ich jetzt den UV-Protecor auftragen und nach ca. 10 Minuten auspolieren. Am nächsten Tag dann das TEC-Oil dünn als Film aufziehen und austrocknen lassen. „Versiegeln“ ist das nicht – wollen wir auch nicht. Lack wäre für diese Optik auch nicht toll.
      Dennoch unbedingt Vorversuche an einem Muster starten.

      1. Frank

        Hallo Daniel,
        in dem Fall würde ich jetzt einfach noch zwei, drei Tage ohne weitere Belastung der Platte warten. Dann sollte haptisch die Anhaftung vorbei sein. Sollte dann noch unterschiedlicher Glanz stören, dann kannst Du mit einem 280er Schleifvlies (das ist äußerst fein) die Oberfläche mattieren und noch mal tropfenweise das Öl dünn mit weißen Pad aufpolieren.

  39. Ich habe ein altes Küchenbuffet, das abgebeizt und geschliffen ist. Vom Holz vermute ich Fichte. Ich würde gerne den Holzton an sich so natürlich wie möglich erhalten, also dass das Küchenbuffet nach der Behandlung möglichst wie rohes / unbehandeltes Holz ausschaut. Was verwende ich hierfür am besten? Möbel-Hartöl oder H2 Möbelöl? Was ist denn der Unterschied? Und reicht es aus, das Öl 2 x aufzutragen? Oder brauche ich noch ein TecOil? Ich würde auf dieselbe Weise auch ein altes Bett und ein Nachtkästchen behandeln. Danke!

    1. Frank

      Durch das Abbeizen und Schleifen ist die Fichte nun recht hell. Öle verstärken die Eigenfarbe des Holzes und es wird dunkler wirken. Das zeigt ja gerade dieser Beitrag.
      Auch das Möbel-Hartöl mit Weißpigment wird das Holz noch anfeuern. Deshalb ist bei hellen Hölzern das Pigmentöl Kalkweiß die bessere Variante.
      Hier mal ein Bild von einer Fichte mit verschiedenen Ölen:
      <strong/>Fichte hell ölen“ /></p><div class= Antworten

  • Hallo, ich habe auch Interesse daran, meine Eichenböden abzuschleifen und hell zu ölen. Jetzt habe ich gelesen, dass pigmentiere Öle sich an Laufstellen schnell ablaufen und sehr pflegeintensiv sind. Zudem gefällt mir der weißlich Ton nicht so gut. Welche Möglichkeiten gibt es, pflegeleicht und ohne Weißstich hell, rohholzfarben zu ölen?

    1. Frank

      „Rohholzoptik“ mit Öl geht nur mit einem gewissen Anteil von Weißpigmenten. Bei Natural sind diese Pigmente besonders aufbereitet. Sie werden extra fein gemahlen. So werden sie in der Holzfaser aufgenommen.
      Der Überstand wird konsequent weggewischt. Es verbleiben nur die Pigmente in der Faser und in den Poren. Dadurch ist kaum Abrieb möglich.
      Wenn jedoch das Pigmentöl bewusst als Schicht auf der Holzoberfläche gelassen wird, dann kann diese abgearbeitet werden. Das hat aber nichts mehr mit „Rohoptik“ zu tun. Der Boden wirkt dann eher wie „gekalk“ – also ein mehr oder wenig sichtbarer Weißschleier.

  • Wir haben ein Buchenparkett abgeschliffen und frisch mit Holzöl eingelassen: Das Ergebnis ist leider gar nicht zufriedenstellend, weil das Holz extrem (!!) rot- und gelbstichig (bersteinfarben) geworden ist. Hilft auch bei Buche eine „Kur“ aus Intensivreinigung, Wasserreinigung und ein Nachölen mit Weißpigmenten?? Würde ein erneutes Abschleifen helfen? Oder ist das Öl u. U. unterschiedlich tief eingezogen und der Abschliff liefert ein fleckiges Ergebnis?? Vielen Dank, Petra

    1. Frank

      Ein Abschliff ist immer die radikale Lösung. Deshalb erst mal eine Reingiung mit dem Intensivreiniger probieren:
      1:2 mit Wasser verdünnt und den Boden damit entlaugen. Mit Wasser neutralisieren, trocknen lassen. Evtl. mit Schleifvlies glätten und dann mit dem Pigmentöl Kalkweiß oder mit dem Parkettöl mit Weißpigment (= UV-Blocker) einlassen.
      Buche nimmt Pigmente recht unterschiedlich auf. Deshalb würde ich den Fehler auf Musterstücke wiederholen und dann die Sanierung an den Musterstücken ausprobieren, bevor es am Objekt losgeht.

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