Frage:
Kann man Speiseöl für die Holzbehandlung verwenden?
Antwort von Natural:
Die Holzfaser ist sorptiv. Sie nimmt also Flüssigkeiten in sich auf. Eine trockene Holzfaser kann man also mit Flüssigkeit sättigen. Richtig geht das nur einmal. Wenn da das falsche Öl genommen worden ist, dann lässt sich das kaum mehr korrigieren.
- Olivenöl ist ein nicht trocknendes Öl. Es bleibt immer feucht. Härtet nicht aus. Dadurch wird die Holzfaser aufgeweicht. Die Oberfläche ist zwar resistenter gegen Feuchtigkeit. Aber es nisten sich schneller Schmutzpartikel ein.
Bei gut saugenden Hölzern kann kann das Olivenöl mit der Zeit ranzig riechen.
- Rapsöl (Rüböl) hat, so wie wir es kaufen können, ähnliche Eigenschaften – es riecht nur noch ein wenig ranziger als das Olivenöl.
- Sonnenblumenöl ist ein schwach trocknendes Öl. Dünnschichtig auf Glas braucht es über drei Wochen bis zur Trocknung. In der Holzfaser dauert das wesentlich länger. Auch dieses Öl ist sehr weich und neigt zu ranzigem Geruch.
- Leinöl ist ein stark trocknendes Öl. Es braucht auf der Glasplatte ca. 4 – 7 Tage. Im Holz verzögert sich dies wesentlich länger. Dieses Öl wird gerne für die Holzimprägnierung und Holzbeschichtung aufbereitet. Es wird verkocht, mit Sikkativen versetzt und oft noch mit Harzen versetzt.
Ein Möbelhartöl hat zum Beispiel folgende nicht fliehende Bestandteile:
Leinöl, Leinöl-Standöl (verkocht), Nußöl, Kolophonium (gehärtetes Naturharz), Dammar (Harz), Tungöl (Holzöl), Kieselgur, Sikkative.
So eine Mischung dringt tief in die Faser ein und härtet diese mit den Harzen und den Ölen gänzlich aus. Das ergibt dann einen widerstandsfähige, harte Oberfläche gegen Feuchtigkeit und Schmutz.
2 Kommentare
wie kann ich eine Buchenholzplatte mahagonifarben machen UND ölen?
Hallo Caron Moebius,
eine Antwort wegen dieser Frage habe ich unter Ölen und Färben einer Buche Arbeitsplatte geschrieben.