Schutz und Pflege mit der Natur — Info-Blog zum Thema Naturfarben

Bangkirai Terrasse streichen

Frage an Natural Naturfarben:
Wir haben eine Bangkirai Terrasse, die wir nun endlich mit Naturfarben behandeln wollen. Wir bekamen den Rat, dass Lasur gut in das Bangkirai-Holz einziehen würde. Gleichzeitig gibt es aber auch Bangkiraiöl. Was ist nun besser geeignet?

Antwort von Natural: Die große Farbauswahl bei Holzlasuren lässt die Frage, ob diese für Terrassenholz geeignet sind, immer wieder aufkommen.

Holzlasuren sind für Terrassenholz nicht geeignet.
Holzlasuren sind für begehbare Flächen kein geeignetes Mittel. Unabhängig von dem Hartholz Bangkirai und um welche Holzlasur es sich handelt: Eine Lasur ist eher weich eingestellt und für stehende Holzflächen entwickelt. Die Datenblätter weisen sehr genau darauf hin, dass Holzlasuren nicht für eine mechanische Belastung geeignet sind.

Terrassenöl für Bangkirai
Folgen Vorteile sprechen für das Terrassenöl von Natural:

Das Terrassenöl dringt tief in das Holz ein
Das Bangkiraiöl, bzw. das Terrassenöl mit der Pigmentierung „Bangkirai“ ist so abgemischt, dass die Naturöle tief in das harte Holz einziehen. Dies ist besonders bei Bangkirai eine wichtige Voraussetzung für einen guten Holzschutz. Bangkirai neigt zur Rissbildung. Da kann es nur von Vorteil sein, wenn das Terrassenöl durch seine kriechende Eigenschaft jede Stelle erreicht und dann noch von der Holzfaser in sich aufgenommen wird.

Pigmentierung hilft vor Vergrauung
Terrassenöl Bangkirai Die Farbgebung „Bangkirai“ ist so abgestimmt, dass die Pigmentierung nicht fremd wirkt. Es bildet sich kein deckender Farbfilm auf der Oberfläche. Vielmehr wird das Pigment zum Teil von der Faser aufgenommen. Das natürliche Aussehen des Holzes bleibt gut erhalten.

Das Terrassenöl trocknet auch überständig
Das Öl kann leicht schichtbildend aufgetragen werden und dennoch wird es durchtrocknen und nicht klebrig verharzen. Besonders bei Riffeldielen ist dies wichtig, da man dort kaum einen sogenannten „Überstand“ wegwischen kann. Mit Überstand ist das Öl gemeint, das von dem Holz nicht mehr in sich aufgenommen werden kann.

Hart im Nehmen
Diese überständige Schicht auf den Terrassendielen hält einer mechanische Beanspruchung länger stand als eine Beschichtung mit Holzlasuren.
Die Naturharze von dem Terrassenöl binden die Holzfasern – was besonders bei einer geriffelten Oberfläche ein besser Schutz vor Spreißeln ist. Die Feuchteaufnahme und -abgabe verzögert sich. Die Spannung im Holz wird geringer. Dadurch verdreht sich das Holz nicht so stark und die Rissbildung wird reduziert.

Volldeklaration von Natural Naturfarben
Natural ist ein Hersteller von Naturfarben und verpflichtet sich deshalb zur Volldeklaration. Es werden also alle Inhaltsstoffe von dem Terrassenöl aufgelistet und diese im Rohstofflexikon erklärt.

Terrassenöl von Natural Naturfarben

Terrassenöl von Natural Naturfarben

Das Terrassenöl blättert nicht ab und kann ansatzfrei, auch bei starker Sonneneinstrahlung, gestrichen werden. Es wird eine jährlich Nachpflege empfohlen, die ohne eine Vorbehandlung (z.B. Schleifen) erfolgen kann.

Terrassenöl streichen oder rollen? – wie behandelt man eine Holzterrasse richtig? – Werner zeigt es hier Schritt für Schritt:

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Kommentare

  1. Oliver meint:

    Wir lassen gerade eine neue Holzterrasse mit Cumaru, kammergetrocknet, glatt, verlegen. Da wir den ursprünglichen Holzton lieber mögen als die graue Patina, möchten wir den Verwitterungsprozess gern durch (jährliche?) Pflege mit einem geeigneten Öl verlangsamen. Das Holz ist nun bereits wenige Tage nach der Verlegung deutlich ausgeblichen (urspünglich rot/braun, jetzt beige/grau), hat im nassen Zustand aber etwa die gewünschte Farbe. Unsere Fragen:

    1. Lässt sich dieser Farbton durch Behandlung mit farblosem Öl wiederherstellen oder gelingt dies nur mit pigmentiertem Öl (hiervon wurde uns vom Terrassenbauer abgeraten)?

    2. Hält dieser Farbton eine Weile an oder bleicht er quasi mit „Trocknen“ des Öls bzw. durch UV-Einstrahlung wieder aus?

    3. Wenn die farblose Variante keinen UV-Schutz bietet, beschränkt sich der Sinn des Ölens lediglich auf Reduktion der Rissbildung (sinnvoll bei Cumaru?)?

    4. Ein anderer Hersteller bietet einen farblosen Holzschutz mit UV-Filter an. Hierbei handelt es sich tatsächlich aber offensichtlich um Dünnschichtlasur. Ist hiervon eher abzuraten?

  2. Hier die Antworten der Reihe nach:
    1. Mit dem farblosen Terrassenöl erreichen Sie die gleiche Optik wie im Nasszustand. Wir nennen das auch anfeuern. Dieser Effekt bleibt erhalten. Einen verbesserten Schutz erreichen Sie mit dem Terrassenöl im Farbton „Douglasie“ (mehr rötlicher) oder „Lärche“ (mehr braun). Die Färbungen wirken jedoch nicht aufgetragen. Die Pigmente ziehen z.T. sogar in die Holzfaser ein. Die Holzmaserung bleibt sehr gut erhalten.

    2. Durch das Trocknen des farblosen Terrassenöls gibt es kaum eine Veränderung. Eher durch die Bewitterung und die UV-Einstrahlung. Dort wo die Oberfläche stark strapaziert wird, kann es wieder zu dem Hellgrau hingehen. Die normale UV-Vergrauung lässt im geölten Zustand das Holz dunkler wirken.

    3. Ein leichter UV-Schutz ist auch bei dem farblosen Terrassenöl vorhanden. Dieser reicht aber nicht aus. Neben der Reduktion der Rissbildung, Schüsselung, Faserung und Algenbildung ist die farbliche Veränderung (=Anfeuern) durch das Ölen ein Grund. Cumaru hat aber ein geringes Quell- und Schwindverhalten.

    4. Solche UV-Filter sind nicht gänzlich farblos. Sie bestehen aus Titandioxidteilen, einem Weißpigment. Insgesamt sind die Abmischungen so eingestellt, dass die Pigmente auf der Fläche nicht so wahrgenommen werden. Dennoch wirkt alles stumpfer, ähnlich wie gelaugt. Wieweit dieser UV-Filter tatsächlich dauerhaft wirkt, sei noch einmal dahingestellt. Auf alle Fälle braucht es Schicht auf der Oberfläche. Dies wird meist mit Paraffin – einem Erdölwachs erreicht.

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