Schutz und Pflege mit der Natur — Info-Blog zum Thema Naturfarben

Sandstein ölen mit Steinöl

Durch das Ölen von Sandstein wird die Eigenfarbe verstärkt. Die Maserung des Natursteins kommt dadurch stärker zur Geltung. Gleichzeitig erhält der Sandstein durch das Steinöl einen Oberflächenschutz.

Geölter Sandstein ersetzt Fliesen

Kathrin und Micha haben ein altes Fachwerkhaus Stück für Stück von den Bausünden der früheren Jahre befreit. Dazu gehörte auch, dass sie einen Fliesenboden entfernten und durch Sandsteinplatten erneuerten. Die Veränderung durch diesen Schritt ist schon beeindruckend:

Altes Haus original restaurieren

Sandstein statt Fliesen – Alte Baustoffe für alte Häuser.

Sandstein mit Schleifvlies reinigen

Die Bautage haben dem Sandstein doch ein wenig zugesetzt. Nun ist es nicht ganz einfach, einen porösen Naturstein zu reinigen. Feuchtigkeit würde sofort die Poren mit dem Schmutzwasser füllen. Deshalb wurde nur trocken mit einem Schleifvlies die Oberfläche von dem Sandstein abgezogen. Bei starken Verschmutzungen sollte man einen Abschliff erwägen.

Verschiedene Öle und Wachse im Test

Steinöl im Test„Versuch macht kluch“ dachten sich Kathrin und Micha und probierten an Probestücken erst einmal unterschiedliche Wachse und Öle aus. Den Sandstein kann man nur einmal mit imprägnierenden Stoffen füllen. So ist es sehr entscheidend, dass man sich mit seiner Auswahl sicher ist.

Steinöl auf Sandstein verstärkt die Farbe

Steinöl auf Sandstein verstärkt die Farbe. Der Untergrund ist ungeölt. Rechts wurde einmal vorgeölt. Links ein zweites Finish aufgebracht.

Nach der Testreihe haben sie sich für das Steinöl von Natural Naturfarben entschieden. Ein Öl, das ausschließlich Feststoffe aus der Natur hat: Leinöl, Leinöl-Standöl, Balsamharze. Durch Naturharze und Kieselgur kann das Öl auch in den Poren und als dünne Schicht auf der Oberfläche austrocknen. Diese selbst trocknende Porenfüllung ist bei Sandstein besonders wichtig. Der poröse Naturstein benötigt wenigstens zwei Aufträge. Der erste dient als Imprägnierung – der zweite füllt bereits die Poren und es kommt zur Farbvertiefung. Für dichte Natursteine wie Gneis oder Granit wäre dies zu viel an Öl. Auch Naturschiefer könnte soviel Steinöl nicht aufnehmen. Für so einen offenen Sandstein ist es aber genau die richtige Behandlung:

Erste Imprägnierung mit Steinöl

Der erste Anstrich von dem Sandstein erfolgt mit einer Schaumstoffrolle. Das Steinöl wird relativ satt aufgetragen und gleichmäßig verteilt. Schon nach kürzester Zeit ist das Öl eingezogen. Nun lässt man diese Imprägnierung ca. 48 Stunden austrocknen.

Steinöl nach dem ersten Auftrag

Erster Auftrag von Steinöl – rechts: Nach der Trocknung fast vollständig eingezogen.

Durch die trocknenden Naturharze und Leinöle verharzen die Poren und ermöglichen eine sättigende Schicht im zweiten Auftrag.

Steinöl auf Sandstein

Zweiter Auftrag

Bei dem zweiten Auftrag von dem Steinöl nimmt man eine Poliermaschine mit einem beigen Pad – also kein Polierpad, sondern das nächst gröbere. Dieses Pad saugt das Öl nicht weg, sondern belässt es auf dem Boden und verteilt es nur gleichmäßig. So wird das Steinöl als dünner Film aufgezogen. Bei sehr grobporigen Steinen kann man diesen Auftrag nach 48 Stunden noch einmal wiederholen.

Sandstein mit Nasseffekt

Der Sandstein erhält durch das Steinöl eine satte Farbe. Bei Holz würde man von „Anfeuerung“ sprechen. Bei einem Naturstein spricht man von „Nasseffekt“. Die Unterhaltspflege erfolgt mit dem Spezialreiniger und zur Auffrischung kann man das Pflegewachsöl verwenden.Sandstein mit Steinöl behandelt

Die Mühe hat sich gelohnt. Für Kathrin und Micha war das nur ein Schritt auf dem Weg zu „ihrem“ Haus. All die anderen kleinen Schritte kann man in ihrem Blog miterleben:

KathrinundMichas Haus

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Kommentare

  1. Mario H meint:

    Das sieht ja wirklich toll aus!! Kann man Sandstein auch als Beckenrandstein verlegen?

  2. Hammer meint:

    Und warme bis heiße Kaminplatten kann man die damit auch behandeln ?

  3. Das Steinöl kann auch für warme oder heiße Oberflächen verwendet werden – also auch für Einfassungen von Kaminöfen oder Grundöfen.

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