Monats-Archiv: Januar 2010

Die Antwort auf elektrostatischer Aufladung – Natur-Parkettöl

Die Firma Scheucher, Hersteller von Steirer Parkett hat in einer Testreihe verschiedene Oberflächen nach ihrer elektrostatischen Aufladung geprüft: Ein mit Lack versiegeltes Parkett, ein oxydativ geöltes Steirer Parkett und ein in einem Baumarkt gekauftes Laminat.

Laminat erreichte dabei eine Aufladung von maximal 6000 Volt. Versiegeltes Parkett maximal 2000 Volt und oxidativ geöltes Steirer Parkett max. 200 Volt Aufladung.

Elektrostatische Aufladung ist für den Menschen ab etwa 3000 Volt spürbar. Bei Spannungen über 5000 Volt springt bereits ein Funke über und es stehen einem die Haare zu Berge. Baubiologen warnen vor diesen Extrembelastungen.

Ein besonderes Problem ist die elektrostatische Aufladung in der Elektronikbranche. Ein Mensch der über einen trockenen Teppich oder Laminat läuft kann sich dabei auf über 10.000 Volt aufladen (gemessene Spitzenwerte lagen sogar beim Dreifachen). Bereits ein Zehntel diese Menge kann Schäden an Steuerungen, Terminals, Plattenlaufwerken oder anderen Datenträgern verursachen.

Nur mit einem naturgeölten Parkett werden Messergebnisse erzielt, die eine Anwendung in einer Elektronikfirma ermöglichen. Hier die Mitteilung von Steirer Parkett.

Cobalt – Kobalt gefährlicher Inhaltsstoff in Naturfarben

Es kommt ab und zu die Diskussion auf, wieweit Cobalt, bzw. Kobalt als Inhaltsstoff bei den Sikkativen der Naturfarben nicht schädlich ist. Ich habe ein paar Informationen zusammengefasst:

Hier die Info von Biofa Naturfarben, was die Situation recht gut erklärt:
Zitat:
Bezüglich der Gefährlichkeit von Kobaltoktoat gibt es bis zum heutigen Zeitpunkt weltweit keine Untersuchungen, die nachweisen, daß Kobaltoktoat ein krebserregendes Potential besitzt.

Alle diesbezüglichen Untersuchungen und Ergebnisse beziehen sich auf Kobalt als reiner Metallstaub oder andere Kobaltverbindungen in bioverfügbaren, atembaren Stäuben und Aerosolen.

Ob Kobalt also giftig, ungiftig oder sogar lebensnotwendig ist, hängt davon ab, mit welchen anderen Stoffen es zusammen in einer Verbindung vorkommt. So ist Kobalt als Bestandteil des Vitamin B 12 sogar ein äußerst essentielles Element.

Da wir neben dem Kobaltoktoat noch bestimmte Hilfstrockenstoffe (wie z.B. Calcium-, Zirkonium- oder Zinkoktoat) einsetzen, die die Wirkung des Kobalttrockenstoffes verstärken, können wir den Kobaltanteil selber sehr niedrig halten. Er liegt im Durchschnitt unter 0,05%!

Nach Herstellerangaben über die Toxizität von Kobalttrockenstoffen in reiner Form liegt der LD 50 – Wert bei mehr als 6g/kg Ratte. Wenn man diesen Wert mit den von uns eingesetzten niedrigen Kobaltoktoatmengen zusammen sieht, geht bezüglich des Kobaltgehaltes nicht die geringste toxische Gefahr von unseren Produkten aus, selbst wenn eine Person einmal ein paar Schlücke Naturfarbe einnehmen sollte.

Kreidezeit schreibt:
Zitat:
Im abgebundenen Zustand, d.h. in einem getrockneten Ölanstrich stellen Cobaltverbindungen für den Menschen keinerlei Gefahr dar. Dies belegen z.B. Zulassungen für cobaltsikkativiertes Leinöl als Oberflächenbehandlung für Holzspielzeuge.

Wikipedia schreibt zu Kobalt: Physiologie
Zitat:
Cobalt ist für die menschliche Ernährung ein essentielles Spurenelement als Bestandteil von Vitamin B12 (Cobalamin), welches beim gesunden Menschen von den Darmbakterien direkt aus Cobaltionen gebildet werden kann. Die benötigte Cobaltmenge ist extrem gering, nur etwa 0,2 Mikrogramm pro Tag. Während kleine Überdosen von Co-Verbindungen für den Menschen nur wenig giftig sind, führen größere Überdosen (ab etwa 25–30 Milligramm pro Tag) zu Haut-, Lungen-, Magenerkrankungen, Leber-, Herz-, Nierenschäden und Krebsgeschwüren. Als man in Kanada früher Biere zur Schaumstabilisierung mit Cobalt anreicherte, stieg die Mortalitätsrate bei starken Biertrinkern auf annähernd 50 % an – bedingt durch Herzmuskelschwäche („kanadisches Biertrinkerherz“). Heute wird dem Bier jedoch kein Cobalt mehr zugesetzt.

Oekotest schreibt über Öle und Wachse:
Zitat:
Das Schwermetall Kobalt steckt in fast allen Produkten, denn Trockenstoffe mit Kobalt lassen Öle und Wachse in wenigen Stunden trocknen. Kobaltstaub, der beim Abschleifen entsteht, gilt als krebserregend. Wir werten diesen Inhaltsstoff dennoch nicht ab, denn schließlich steht auch purer Holzstaub unter Krebsverdacht, sodass beim Schleifen ohnehin unbedingt ein Atemschutz getragen werden muss.

Hier noch meine Erläuterungen dazu:
Die Trockenstoffe sind an den Ölen und Harzen gebunden. Nur durch Abschleifen besteht die Chance, dass der Stoff Cobalt aufgenommen werden könnte – dann aber gebunden an den Harzen und Holzpartikeln und nur das oxidierte Cobaltsalz aus dem Cobaltoktoat – also kein direktes Kobalt, bzw. Cobalt. Es wird von der Möglichkeit gesprochen, dass diese Staubpartikel krebserregend sein könnten, da freie Cobaltstäube während der Gewinnung dies verursachten. Nachgewiesen wurde das bei Stäuben von gebundenen Anstrichen mit verseiften Cobaltsalzen bisher nicht. In flüssiger oder gebundener Form bestehen gar keine Bedenken.

Z.B. befindet sich im Möbel-Hartöl von Natural Naturfarben auf 100ml Öl 0,0045 Gramm verseiftes Cobaltsalz (= Cobaltoktoat). Selbst bei mehrfachen Streichen befindet sich auf einer Holzoberfläche dadurch nicht mehr als 15mg Cobaltoktoat auf einen m² – und das immer noch in Harzen gebunden.

Auch viele Produkte von Natural Naturfarben haben den Test nach EN 71-3 für Holzspielzeug ohne jeglichen Nachweis von evtl. gefährlichen Stoffen bestanden.

Entscheidend ist wieviel von was in einem Produkt ist und dass das auch hoffentlich genannt wird. In diesem Punkt der Rezepturoffenheit waren und sind die Hersteller von Naturfarben wesentlich informationsfreudiger als die konventionelle Farbchemie.

Sikkative aus Cobalt oder Kobalt für Arbeitsplatte in der Küche gefährlich?

Frage an Natural Naturfarben:

Ich habe für unsere Küchenarbeitsplatte Natural Finishöl gekauft. Ich bin davon ausgegangen, dass dieses Produkt unbedenklich ist, lese nun aber auf der Dose, dass ich 2 Wochen lüften muss und beim Anschleifen wegen des Cobalt-Gehalts eine Staubmaske tragen sollte! Nun bin ich verunsichert, ob ich dieses Produkt überhaupt im Lebensmittelbereich einsetzen kann oder besser ein Wachs nehmen sollte.

Unsere Antwort:

Die Cobalt-Diskussion ist leider übersensibilisiert. Dazu beachten Sie unser Abhandlung über Cobalt – Kobalt in unserem Rohstofflexikon unter dem Stichpunkt Sikkative – Trockner.

Allerdings würde ich für eine Küchenarbeitsplatte kein Produkt verwenden das eine Schicht auf der Oberfläche bildet. Genau das erfolgt mit dem Finish-Öl. Das Finish-Öl füllt mit seinen Harzen die Oberfläche und härtet schichtbildend aus. Dadurch erreichen Sie eine größere Widerstandskraft an der Oberfläche. Es entsteht ein seidenmatter Glanz. Wir setzen das Finish-Öl bei stark strapazierten Fußböden ein.

Auf einer Küchenarbeitsplatte würde ich ausschließlich mit Hartöl arbeiten, das in die Holzfaser einzieht und diese somit vor Verunreinigung schützt, aber keine Schicht auf der Oberfläche lässt. Klassisch verwenden wir dafür das Parkettöl – Fußbodenöl von Natural. Es enthält mehr Festkörperstoffe als das Möbel-Hartöl – deshalb ist es für Arbeitsplatten besser geeignet.

Natural Naturfarben – Fachseminar 2010 natürliche Oberflächen

Natural Naturfarben - Fachseminar 2010

Fachseminar — natürliche Oberflächen

• Freitag, 05. Februar 2010 von 9.30 bis 16.30 Uhr
• Veranstaltungsort: 96215 Lichtenfels

Sehr geehrte Damen und Herren,

Natural, der führende Hersteller von Naturfarben in Österreich bietet in Verbindung mit Natural-Farben.de in Lichtenfels folgendes Seminar an:

Thema:

  • Naturfarben
  • Oberflächengestaltung
  • Fußbodenbereich,
  • Kalt- und Heißtechnik,
  • laufende Unterhaltspflege

Als Lager führender Partner dürfen wir Sie zu diesem wertvollen und dennoch kostenfreien Seminar einladen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Wir bitten Sie daher um rechtzeitige Rückantwort.

Gerne stehen wir Ihnen für weitere Auskünfte zur Verfügung.