Es kommt immer wieder vor, dass doch zuviel Holzöl auf der Oberfläche stehen gelassen wird. Bei den Grundregeln für das Ölen wurde schon auf das Thema eingegangen.
Oft übersieht man jedoch einzelne Stellen oder bei Hobeldielen zieht es kapillar aus den Fugen oder Astlöchern das Holzöl wieder auf die Oberfläche. Wenn die Holzoberfläche sich klebrig anfühlt, bei Parkettböden es einem “die Socken auszieht”, dann ist dieser Überstand von Parkettöl nicht ausreichend mit gut saugenden Lappen abgenommen worden.
Was tun, wenn es doch passiert ist?
Erste Möglichkeit, den Überstand abzunehmen:
Bei geschlossenen Oberflächen ohne Fugen und und bei feinporigen Hölzern (Ahorn, Buche, etc.) kann man das gleiche Holzöl noch einmal dünn aufbringen und nass einschleifen. Als Schleifpapier oder Schleifgitter nimmt man die nächst höhere Körnung mit der man den letzten Schliff ausgeführt hat. Spätestens nach 20 Minuten muss aber der Überstand dann mit gut saugenden Lappen abgenommen werden – so, wie wenn man die Oberfläche trocken wischen wollte. Bei Fugen und bei grobporigen Hölzern (z.B. Eiche, Esche) könnte es sein, dass der entstehende Überstand aus Öl und Holzstaub diese unregelmäßig zuschmiert, was dann nicht so gefällt.
Zweite Möglichkeit, den Überstand abzunehmen:
Auf die klebrigen Stellen wird Orangenschalenöl aufgetragen. Nach kurzem Einziehen wird mit einem kräftigeren Pad (grün) oder der harten Seite von einem Griffschwamm die Oberfläche abgerieben und evtl. noch verbleibender Überstand mit gut saugenden Lappen abgenommen. Nach 24 Stunden Wartezeit wird mit einem Lappen, oder bei großen Flächen mit der Einscheibenmaschine und weissem Polierpad, noch einmal tropfenweise Holzöl aufpoliert.
Die Tücher muss man im Freien ausgebreitet trocknen lassen, sonst besteht Selbstentzündungsgefahr.
Sollten auf der Oberfläche unregelmäßige Flecken sein, dann unter dem Hinweis: Flecken auf der Holzoberfläche nachschauen.

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