Frage an Natural Naturfarben:
Wir haben vor, unseren Kindern ein Bett aus unbehandelter Kiefer zu bauen. Allerdings würde ich dieses gerne ölen, so, dass es schon “alt” ausschaut – könnt ihr mir sagen, was ich machen kann?
Unsere Antwort:
Das Kiefernholz wenigstens bis zur 180er Körnung schleifen und dann mit dem Möbelhartöl von Natural Naturfarben behandeln. Dieses Holzöl ist die richtige Mischung von Naturölen und Naturharzen für ein Kiefernholz in dieser Anwendung. Das Möbelöl hat auch die Prüfung nach EN 71-3 – ist also für die Beschichtung von Kinderspielzeug geeignet.
“Alt aussehen” – dieses Verlangen würde ich nicht so stark forcieren, dass am Schluss mit Pigmenten, Laugen oder gar Chemikalien an dem Holz gearbeitet wird. Solche, sich evtl. aus dem Holz herauslösende Stoffe, haben bei einem Kinderbett nichts verloren.
Natural hat lange Zeit einen speziellen Wachsentferner im Programm geführt. Dieser wurde auch für die Grundreinigung von natürlichen Oberflächen verwendet. Eine Weiterentwicklung stellt nun der Intensivreiniger dar. Dieser kann bei richtiger Dosierung auch Altschichten von Naturwachse entfernen aber gleichzeitig auch sehr gründlich reinigen.
Deshalb führen wir für die Grundreinigung nur noch den Intensivreiniger in unserem Programm.
Nach der Anwendung muss die Oberfläche mit Pflegemittel neu behandelt werden. Bei gewachsten Böden erreicht man dies mit dem Hartglanzwachs. Bei geölten Oberflächen nach guter Trocknung mit dem Parkettöl-Fußbodenöl, Pflegewachsöl oder Finish-Öl.
Frage an Natural Naturfarben:
… ich habe 40 qm Eichenholz-Landhausdielen, 2 cm dick, für Wohnzimmer, die ich nach dem Verlegen ölen will.
Das Eichenholz is ja ziemlich hell.
Jetzt habe ich mal probegestrichen mit verschiedenen Ölen die ich von Bekannten hatte.
Dabei treten bei allen folgende Probleme/Effekte auf:
1.
Das Holz wird nach dem Ölen immer viel dunkler.
Ich habe aber schon etliche fertige Böden und Muster von echtem Eichenholz gesehen, die nicht so dunkel sondern hell waren.
Frage: Welches Produkt muß man nehmen, um das starke Nachdunkeln zu vermeiden?
2.
Nach dem Ölen gibt es bei den Eichendielen etliche viel hellere Stellen, die viel weniger Öl annahmen und viel weniger nachdunkeln als der Rest. Diese Stelllen sind unregelmäßig verteilt und haben offenbar nichts mit der Holzstruktur zu tun.
Kann man da etwas tun?
Unsere Antwort:
1. Öl feuert Holz an. Die Eigenfarbe des Holzes wird verstärkt. Der Effekt lässt sich nachvollziehen, wenn man einen Tropfen Verdünner, Wasser oder eben Öl aufbringt. Um dem entgegen zu wirken gibt es Naturöle mit Weißpigmente. Bei Natural Naturfarben ist es das Parkettöl-Fußbodenöl mit Weißpigment (=UV-Blocker):
Sie sehen das Weißpigment kaum auf der Oberfläche. Das Holz wirkt so, wie im frisch geschliffenen Zustand.
2. Deutlich heller abgrenzende Stellen im Eichenholz könnte das Splintholz sein. Also, das jüngere Seitholz, das noch nicht zum Kernholz zählt. Siehe unter wikipedia
Durch das Parkettöl mit dem Weißpigment erfolgt auch da eine leichte Angleichung, so dass der Splint sich nicht so stark abgrenzt wie bei einem farblosen Öl. Das farblose Öl verstärkt den Effekt ja eher.
Wie wichtig ist UV-Licht für das Aushärten von Naturölen?
Diese Frage stellt sich, wenn Möbel oder Holzböden sich in Räumen befinden, die kaum oder gar kein Tageslicht erfahren.
UV-Licht ja oder nein hat keine Auswirkung auf das Aushärten. Entscheidend ist die Luftoxidation durch Sauerstoff. Fakt ist, dass auch bei mangelndem UV-Licht die Aushärtung stattfindet. Die Trocknungszeit kann sich aber verzögern.
Zur Katalyse braucht es Sauerstoff. Temperatur und Licht können Beschleuniger (Starter) sein. Sauerstoff ist also wichtig. Temperatur und Licht sind von Vorteil. Sehr wichtig sind auch die Trockner (Sikkative) in dem Öl, die ja die Antrocknung beschleunigen.
Hemmend ist Feuchtigkeit.
Somit ist der eher feuchte und dunkle Keller natürlich nicht so optimal für das rasche Trocknen wie das sonnendurchflutete Wohnzimmer in Süd-Westausrichtung mit großen Fenstern. Aber es wird trocken.
Ich habe bisher noch nie von Problemen gehört, wegen magelndem Licht. Mangelnder Sauerstoff (z.B. Innraum von Möbeln) war dagegen oft ein Thema.
Bei geringem UV-Licht kann das Leinöl allerdings gelblicher auf der Oberfläche werden als bei direkter UV-Einstrahlung (Dunkelgilb).
So würde ich z.B. die Holzlasur auf Leinölbasis in Alpin-weiß nicht gerade für den Keller verwenden wenn ich ein kräftiges Weiß erreichen möchte. Es wird dann eher ein Chamois-weiß.
folgende Leitlinien werden bei der Herstellung von Natural Naturfarben beachtet:
- Erzeugung der Rohstoffe soweit wie möglich durch Anbau und Ernte
- Abfallfreie, sanfte Produktion von Farben (keine Reaktoren)
- Schadstoffarmes Verarbeiten durch den Konsumenten
- Keine giftigen Gase aus dem durchgetrockneten Anstrich, daher kein Langzeitrisiko (schadstofffreie Raumluft)
- Nur natürliche Rohstoffe können von den Mikroorganismen rückstandslos abgebaut werden. Daher keine nicht abbaubaren Inhaltsstoffe, wie Kunstharze, Schwermetalle, etc.
- Offenlegung der Rezepturen zur Überprüfung der Inhaltsstoffe durch den Konsumenten (siehe Volldeklaration).
Bienenkittharz, Kittharz, Bienenleim
Es beinhaltet viele natürliche Konservierungsstoffe die Pilze und Bakterien bekämpfen. Bei dem Bienenharz handelt es sich um ein Gemisch aus Baumharzen, Wachs, Pollen und anderen bindenden natürlichen Stoffen, die im Umfeld des Bienenstocks die Bienen aufnehmen können.
Unter Sikkative versteht man Zusatzstoffe, die pflanzlichen Ölen eine schnellere Trocknungszeit ermöglichen. Leinöl benötigt normaler Weise ca. 3 – 7 Tage für die Trocknung. Mit Sikkativen versetzt, können Ölmischungen schon nach 24 Stunden als trocken bezeichnet werden.
Bei Natural Naturfarben wird als Sikkativ (=Trockner) Verbindungen aus Mineralien von Calcium, Cobalt (Kobalt), Mangan und Zirkonium (Zirconium) verwendet. Die verschiedenen Kombinationen dieser Trockner ermöglicht den Verzicht von den giftigen Schwermetallen Blei und Barium. Der Anteil von Cobalt ist so reduziert, dass die Mengen ohne Bedenken verarbeitet werden können.
Durch die selektive Auswahl der Sikkative ist die Trocknungszeit etwas länger.
Hier noch eine Info wegen der Frage über die Gefährlichkeit von Kobalt, bzw Cobalt – obwohl in unseren Produkten Cobaltoktoat (Cobaltsalz) eingesetzt wird:
cobalt-kobalt-gefaehrlicher-inhaltsstoff-in-naturfarben